{"id":147,"date":"2016-12-13T15:43:06","date_gmt":"2016-12-13T14:43:06","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.otto-schmidt.de\/famrb\/?p=147"},"modified":"2016-12-13T15:43:06","modified_gmt":"2016-12-13T14:43:06","slug":"neuauflage-schuermann-sozialrecht-fuer-die-familienrechtliche-praxis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/famrb\/2016\/12\/13\/neuauflage-schuermann-sozialrecht-fuer-die-familienrechtliche-praxis\/","title":{"rendered":"Neuauflage: Sch\u00fcrmann, Sozialrecht f\u00fcr die familienrechtliche Praxis"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Sch\u00fcrmann<\/em>, Sozialrecht f\u00fcr die familienrechtliche Praxis, Gieseking 2016, FamRZ-Buch 42, ca. 450 Seiten, 59 \u20ac, ISBN: 978-3-7694-1165-2.<\/strong><\/p>\n<p>Der Flug von Boston nach D\u00fcsseldorf dauert alles in allem 7 Stunden. Normalerweise schlafe ich im Flugzeug. Diesmal nicht. Das Buch von Heinrich Sch\u00fcrmann h\u00e4lt mich wach und beunruhigt mich, weil es gravierende L\u00fccken meiner sozialrechtlichen Kenntnisse aufdeckt und fast im gleichen Moment schlie\u00dft. Auf\u00a0rund 450 Seiten stellt Sch\u00fcrmann das f\u00fcr den Familienrechtlicher erforderliche sozialrechtliche Handwerkszeug zusammen.<\/p>\n<p>Ich bewundere stets Profihandwerker, die ohne einen 3-maligen Ausflug in den Baumarkt eine Steckdose montieren k\u00f6nnen und das dazu erforderliche Handwerkszeug \u00fcbersichtlich in einem kleinen Beautykoffer bereithalten. So ist es auch bei Sch\u00fcrmann. In f\u00fcnf gro\u00dfen Kapiteln behandelt er die Leistungen des Sozialstaates zur Sozialversicherung (Arbeitsf\u00f6rderung, Kranken- und Pflegeversicherung, Renten- und Unfallversicherung), zur Familienf\u00f6rderung (Mutterschafts-, Eltern- und Kindergeld, Jugendhilfe, Wohngeld, Ausbildungsf\u00f6rderung, Unterhaltsvorschuss und Entsch\u00e4digungsrecht), zur Existenzsicherung (Grundsicherung f\u00fcr Arbeitssuchende, Kinderzuschlag, Sozialhilfe) sowie den Regress des Sozialhilfetr\u00e4gers. F\u00fcr Familienrechtler bleibt keine L\u00fccke.<\/p>\n<p>Sorgf\u00e4ltig wird die Darstellung der einzelnen Leistungen mit einer historischen Vorstellung, der Angabe von Rechtsgrundlagen und Zust\u00e4ndigkeiten und weiterf\u00fchrenden Literaturangaben eingeleitet. Teilweise wird auch der Text einer Leistungsnorm wiedergegeben. Der Autor wei\u00df, dass Juristen zwar Normen anwenden, sie aber ungern lesen.<\/p>\n<p>Heinrich Sch\u00fcrmann ist Praktiker. Deshalb wird die Lekt\u00fcre nicht langweilig. Leistungen und deren Voraussetzungen sind oft in \u00fcbersichtlichen Tabellen zusammengestellt, das beschleunigt den Zugriff. Da die \u00dcbersichten aber nicht allein stehen, sondern durch Texte und teilweise Berechnungsbeispiele erl\u00e4utert werden, liegt es in der Hand des Lesers, die Kenntnis eines Wertes abzugreifen oder das System einer Leistung verstehen zu wollen. Wenn letzteres der Fall ist, wird ihm der Text gefallen, da er juristisch exakt, aber auch dem eiligen Leser zug\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p>Im Zeitalter elektronischer Medien ist dem Buch, besonders dem Fachbuch, oft ein elender Tod vorausgesagt worden. Im Printmedium wird der durch die Verlinkung entstehende Vorteil des elektronischen Mediums durch Index und Querverweise kompensiert. Beides bietet das Buch in Premiumqualit\u00e4t. Man vermisst die elektronische Buchversion daher nicht. Des Lesers Wunsch ist allerdings des Autors Fluch. Bei der elektronischen Version erwartet der Konsument eine immerw\u00e4hrende Aktualit\u00e4t. Diese zu liefern ist f\u00fcr einen Autor qu\u00e4lend. Deswegen hoffe ich als Leser, dass das Buch regelm\u00e4\u00dfig neu aufgelegt und dadurch aktualisiert wird, auch ganz ohne Elektronik. Zusammengefasst: 5 \u201eLikes\u201c f\u00fcr das Buch, das jedem Familienrechtler Pflichtlekt\u00fcre sein m\u00fcsste.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00fcrmann, Sozialrecht f\u00fcr die familienrechtliche Praxis, Gieseking 2016, FamRZ-Buch 42, ca. 450 Seiten, 59 \u20ac, ISBN: 978-3-7694-1165-2. Der Flug von Boston nach D\u00fcsseldorf dauert alles in allem 7 Stunden. Normalerweise schlafe ich im Flugzeug. Diesmal nicht. 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