{"id":4,"date":"2016-01-29T14:02:08","date_gmt":"2016-01-29T13:02:08","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.otto-schmidt.de\/famrb\/?p=4"},"modified":"2022-10-28T14:49:37","modified_gmt":"2022-10-28T12:49:37","slug":"glueckwunsch-zum-fuenfzehnten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/famrb\/2016\/01\/29\/glueckwunsch-zum-fuenfzehnten\/","title":{"rendered":"Gl\u00fcckwunsch zum F\u00fcnfzehnten!"},"content":{"rendered":"<p>Mit seiner Januarausgabe ist der FamRB in seinen 15 Jahrgang gestartet. Geburtstage sind janusk\u00f6pfig. Eltern und Gro\u00dfeltern blicken in dem f\u00fcr den Gefeierten peinlichen \u201eWei\u00dft-Du-Noch-Stil\u201c zur\u00fcck. Tante und Onkel lassen sich \u2013 ermuntert durch die vermeintlich neutralit\u00e4tsstiftende gr\u00f6\u00dfere famili\u00e4re Distanz \u2013 dazu verleiten, etwas Gedankenschweres zur Zukunft zu sagen. Nur das Geburtstagskind lebt voll und ganz im Augenblick, freut sich \u00fcber die Geschenke randst\u00e4ndiger Personen, die sich mit seiner Gegenwart und Zukunft besch\u00e4ftigen, um \u2013 gerade in diesem Alter \u2013 ganz in seiner Peergroup aufzugehen. So sei es auch diesmal.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Peergroup des FamRB lebte jede Ausgabe und f\u00fcr diese wird er auch weiter erstellt, denn eine Beraterzeitschrift lebt f\u00fcr die Berater und will deren Rat erleichtern und verbessern. Dieses Konzept war vor 15 Jahren neu und wurde von manchem familienrechtlichen Schwergewicht ver\u00e4chtlich bis sp\u00f6ttisch missachtet. Doch das \u201eBl\u00e4ttchen\u201c hat sich in die Fachzeitschriftenlandschaft gut integriert. So gut, dass es immer wieder Kopierversuche gibt. Und auch diejenigen, die dem \u201eBl\u00e4ttchen\u201c Leichtgewichtigkeit prognostizierten, weil Entscheidungen nicht im Volltext gedruckt w\u00fcrden und Aufs\u00e4tze nicht unverst\u00e4ndlich genug und nicht ausreichend lang und hinreichend langweilig genug seien, zollen dem Geburtstagskind zwischenzeitlich Respekt, zitieren seinen Inhalt, drucken k\u00fcrzere und verst\u00e4ndlichere Aufs\u00e4tze und k\u00fcrzen Entscheidungen, weil die immer l\u00e4nger werden.<\/p>\n<p>Das hat beim Geburtstagskind zu kecker Meinungsst\u00e4rke gef\u00fchrt. Neue Fragestellungen des Familienrechts \u2013 wie j\u00fcngst das Wechselmodell \u2013 werden nicht erst aufgegriffen, wenn sie die Weihe h\u00f6chstrichterlicher Zuwendung erhalten haben. Neue Fragestellungen b\u00fcrsten wir auch nicht seicht in Richtung Mainstream. Zwar beherrschen wir den doppelten juristischen Konjunktiv, wonach es m\u00f6glich sein k\u00f6nnte jede m\u00f6gliche Frage auch anders zu beantworten, wir m\u00f6gen ihn aber nicht wirklich. Wir wissen n\u00e4mlich, dass, wo immer zwei Juristen zusammenstehen, mindestens drei differenzierte Meinungen zum selben Thema vertreten sind, und wir nehmen diese Meinungen und ihre Verfechter ernst, weswegen wir sie ja auch gelegentlich deutlich kritisieren.<\/p>\n<p>Obwohl oder gerade weil noch jung, hat sich der FamRB j\u00fcngst nicht nur optisch geh\u00e4utet. Die opulente Omnipr\u00e4senz digitaler Fachinformation vermittelt jedem Studienrat und Ingenieur die Illusion fachjuristischer Waffengleichheit. Weil juristische Information nicht mehr monopolisiert werden kann und werden soll, bietet das digitale Angebot des FamRB auf der frei zug\u00e4nglichen Internetseite und mehr noch im nur f\u00fcr Abonnenten kostenfrei zug\u00e4nglichen Berater-Modul schnelle und fachlich hochqualifizierte Beratungshilfe. Der \u201ePr\u00fctting\/Helms\u201c, das \u201eAnwalts-Handbuch Familienrecht von Krenzler\/Borth\u201c und das \u201eHandbuch Unterhaltsrecht von Ehinger\/Griesche\/Rasch\u201c sind fachliche Schwergewichte. Merkw\u00fcrdig nur, dass unsere Leser weniger Gebrauch von diesem Angebot machen als Ingenieure und Oberstudienr\u00e4te. Wer als Richter oder Anwalt aber die \u201eWei\u00dft-Du-noch-Fragestellung\u201c hat und einen Beitrag aus einem der f\u00fcnfzehn Jahrg\u00e4nge sucht, wird im FamRB-Portal oder bei juris meist deutlich schneller f\u00fcndig als im eigenen Kopf oder B\u00fccherregal.<\/p>\n<p>Ein Verlag, der eine juristische Fachzeitschrift herausgibt, lebt von den Abonnenten. Die Zeitschrift selbst lebt f\u00fcr die Leser und nur deswegen, weil es eine Redaktion gibt, die mit Engagement und Beharrlichkeit Autoren gewinnt und animiert, die alle nicht vom Schreiben leben. Die Leser wissen meist nicht, wie viel Arbeit zwischen Aufsatz- und Besprechungsmanuskript und dem im Heft gedruckten Beitrag von der Redaktion geleistet wird. Deswegen \u2013 stellvertretend f\u00fcr alle Autoren \u2013 Gl\u00fcckwunsch und Dank an die Redakteurin Frau Beckers-Baader. Und nun noch eine Bitte an die Leser: Lest nicht nur, sondern beschimpft, lobt, kritisiert, kurz: Mischt Euch ein, damit wir, Autoren, Redaktion und Verlag, noch besser werden, und schlie\u00dflich: Schreibt einen Kommentar!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit seiner Januarausgabe ist der FamRB in seinen 15 Jahrgang gestartet. Geburtstage sind janusk\u00f6pfig. Eltern und Gro\u00dfeltern blicken in dem f\u00fcr den Gefeierten peinlichen \u201eWei\u00dft-Du-Noch-Stil\u201c zur\u00fcck. Tante und Onkel lassen sich \u2013 ermuntert durch die vermeintlich neutralit\u00e4tsstiftende gr\u00f6\u00dfere famili\u00e4re Distanz \u2013 dazu verleiten, etwas Gedankenschweres zur Zukunft zu sagen. 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