{"id":667,"date":"2021-01-11T07:47:27","date_gmt":"2021-01-11T06:47:27","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.otto-schmidt.de\/famrb\/?p=667"},"modified":"2021-01-11T07:47:27","modified_gmt":"2021-01-11T06:47:27","slug":"20-jahre-famrb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/famrb\/2021\/01\/11\/20-jahre-famrb\/","title":{"rendered":"20 Jahre FamRB!"},"content":{"rendered":"<p>Mit der Januarausgabe 2021 ist der FamRB in seinen 20. Jahrgang gestartet. Das Konzept war damals neu: kurze und knackige Urteilsbesprechungen und ihre Einordnung in den Gesamtzusammenhang des Familienrechts, gepaart mit Aufs\u00e4tzen f\u00fcr Praktiker, ohne dass wissenschaftlicher Tiefgang und Innovationskraft darunter leiden sollten. Das damals Neue hat sich bew\u00e4hrt. Jetzt haben sich alle an dieses Format gew\u00f6hnt und einige haben es kopiert.<\/p>\n<p>Der damalige Konzeptwandel war m\u00f6glich, weil die bis dahin notwendige Dokumentation von Urteilen und Beschl\u00fcssen aus dem Familienrecht durch das aufkommende Internet obsolet wurde. Jeder kommt heute an alle Entscheidungen der Gerichte. Bei dieser Ausgangslage konnte auf ellenlange Entscheidungsdokumentation verzichtet werden. Die Einordnung einer Entscheidung in die familienrechtliche Entwicklung und die Darstellung ihrer praktischen Bedeutung wurde m\u00f6glich und wichtiger.<\/p>\n<p>Beraterzeitschriften betreiben keine elit\u00e4re Wissensvermittlung. Sie sind f\u00fcr die Lekt\u00fcre auf dem Gerichtsflur, in U- und S-Bahn und zum Durchbl\u00e4ttern am Mittag geschaffen. Sie haben der Fachanwaltschaft \u201eWaffengleichheit\u201c mit der Richterschaft verschafft. Sie sind schnell und konkret.<\/p>\n<p>Der Verlag hat dem FamRB zwei Geschwister zur Seite gestellt, den monatlichen Newsletter und den FamRB-Blog, in dem aktuelle Fragen oder Entscheidungen aufgegriffen, vorgestellt und kommentiert werden. Einen Diskurs der Familienrechtler haben sie nicht zu begr\u00fcnden vermocht, obwohl dieser Gang in die Szene der Social Media eigentlich recht zeitgem\u00e4\u00df erscheint. Es w\u00e4re also an der Zeit, dass Sie sich in die familienrechtliche Diskussion einmischen. Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion, chatten Sie mit uns \u2013 entwickeln Sie ein zeitgem\u00e4\u00dfes, mit der Lebenswirklichkeit der Menschen harmonierendes Familienrecht mit!<\/p>\n<p>Fachzeitschriften operieren immer noch wie antiquierter Frontalunterricht. Dabei bin ich sicher, dass sich alle Autorinnen und Autoren lebhaftere Resonanz der Leser auf ihre Beitr\u00e4ge w\u00fcnschen. Email, Telefon und Internet machen das m\u00f6glich. Nur wenn es gelingt, \u00fcber Fachzeitschriften die Fachdiskussion zu beleben, werden wir auch in weiteren 20 Jahren noch Printmedien haben, bei denen die Lekt\u00fcre des Inhaltsverzeichnisses der jeweiligen Ausgabe die Neugier weckt, auch mal etwas zu lesen, was man nicht konkret sucht und im Alltagsgesch\u00e4ft unmittelbar verwerten kann. Online-Medien f\u00fcllen mit ihrer Information eine Wissensl\u00fccke, derer man sich bewusst ist. Print-Medien bilden, weil Sie dem Leser Wissensl\u00fccken erst bewusstmachen, die sie im besten Fall auch gleich f\u00fcllen. Deshalb werden sie auch noch in 20 Jahren ihre Berechtigung und Leser haben. Es bleibt die Aufgabe, wie wir die \u201ealten\u201c mit den \u201eneuen\u201c Medien noch besser verzahnen. Aber dazu haben wir ja die n\u00e4chsten 20 Jahre Zeit. Den Geburtstagsgl\u00fcckwunsch wird dann aber ein anderer Autor schreiben d\u00fcrfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Januarausgabe 2021 ist der FamRB in seinen 20. Jahrgang gestartet. Das Konzept war damals neu: kurze und knackige Urteilsbesprechungen und ihre Einordnung in den Gesamtzusammenhang des Familienrechts, gepaart mit Aufs\u00e4tzen f\u00fcr Praktiker, ohne dass wissenschaftlicher Tiefgang und Innovationskraft darunter leiden sollten. Das damals Neue hat sich bew\u00e4hrt. 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