{"id":184,"date":"2018-06-26T14:25:44","date_gmt":"2018-06-26T12:25:44","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/gesellschaftsrecht\/?p=184"},"modified":"2018-07-25T16:05:38","modified_gmt":"2018-07-25T14:05:38","slug":"societas-privata-europaea-plaedoyer-fuer-eine-spe-2-0-neue-beitragsreihe-der-gmbhr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/gesellschaftsrecht\/2018\/06\/26\/societas-privata-europaea-plaedoyer-fuer-eine-spe-2-0-neue-beitragsreihe-der-gmbhr\/","title":{"rendered":"Societas Privata Europaea \u2013 Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine SPE 2.0 \u2013 Neue Beitragsreihe der GmbHR"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;font-family: Calibri\">Die Societas Privata Europaea (SPE), die von der EU-Kommission 2008 vorgeschlagen wurde, ist 2014 \u2013 nicht zuletzt am Widerstand Deutschlands \u2013 (vorl\u00e4ufig) gescheitert. \u00dcber den anschlie\u00dfenden Richtlinienvorschlag f\u00fcr eine Societas Unius Personae (SUP) der EU-Kommission konnte ebenfalls kein Konsens erzielt werden. Die SUP h\u00e4tte f\u00fcr Deutschland mitbestimmungsrechtliche Probleme aufgeworfen und es dar\u00fcber hinaus aufgrund der Wahl des Rechtssetzungsinstrumentes der Richtlinie auch nicht vermocht, eine europaweit einheitliche Kapitalgesellschaftsrechtsform zu schaffen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Calibri\">Dies f\u00fchrt zur Konsequenz, dass mit der Societas Europaea (SE) zwar eine europ\u00e4ische Aktiengesellschaft zur Verf\u00fcgung steht, nicht aber eine \u201eEuropa-GmbH\u201c. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Calibri\">Letztere b\u00f6te kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen (KMU) durch eine einheitliche Ausgestaltung erhebliche Erleichterungen bei der innereurop\u00e4ischen Bet\u00e4tigung, w\u00fcrde insbesondere Gr\u00fcndungs- und Administrationsprozesse vereinheitlichen und beschleunigen und Kosten f\u00fcr Unternehmen reduzieren. Der Binnenmarkt w\u00fcrde durch eine solche einheitliche europ\u00e4ische Kapitalgesellschaftsrechtsform erheblich gest\u00e4rkt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Calibri\">Deutschland hat aufgrund der Ablehnung der Vorschl\u00e4ge zur SPE und SUP eine Bringschuld. Als exportstarke mittelst\u00e4ndisch gepr\u00e4gte Wirtschaftsnation im Herzen Europas w\u00e4re Deutschland zugleich vordringlicher Nutznie\u00dfer einer SPE 2.0.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Calibri\">Ein neuer Anlauf mit dem Ziel, eine supranationale \u201eEuropa-GmbH\u201c aufs Gleis zu setzen, ist freilich kein leichtes Unterfangen; es bedarf einer \u00fcberzeugenden Konzeption, gro\u00dfer Unterst\u00fctzung und starker Mitstreiter. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Calibri\">Vor diesem Hintergrund soll die <a href=\"http:\/\/www.gmbhr.de\/aktuelles_heft.htm\" target=\"_blank\">bevorstehende Beitragsreihe in der GmbHR<\/a> einen Impuls zu einem erneuten wissenschaftlichen Vorsto\u00df aussenden und dazu ermuntern, f\u00fcr eine \u201eEuropa-GmbH\u201c zu streiten. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln werden in den kommenden Beitr\u00e4gen die Vorz\u00fcge, Gestaltungsm\u00f6glichkeiten und Optionen auf dem Weg zu einer SPE 2.0 skizziert. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;font-family: Calibri\">Die Beitr\u00e4ge beruhen auf Vortr\u00e4gen, die im Rahmen eines Sch\u00fclersymposiums zu Ehren von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. <em>Peter Hommelhoff<\/em> am 14. Oktober 2017 in W\u00fcrzburg anl\u00e4sslich seines 75. Geburtstages gehalten wurden. Sie w\u00fcrdigen damit zugleich <em>Peter Hommelhoffs<\/em> herausragende Rolle bei dem Bem\u00fchen, im Zuge des europ\u00e4ischen Integrationsprozesses eine supranationale Rechtsform f\u00fcr kleine Kapitalgesellschaften zu schaffen. <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Societas Privata Europaea (SPE), die von der EU-Kommission 2008 vorgeschlagen wurde, ist 2014 \u2013 nicht zuletzt am Widerstand Deutschlands \u2013 (vorl\u00e4ufig) gescheitert. \u00dcber den anschlie\u00dfenden Richtlinienvorschlag f\u00fcr eine Societas Unius Personae (SUP) der EU-Kommission konnte ebenfalls kein Konsens erzielt werden. 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