{"id":2083,"date":"2025-03-24T15:34:20","date_gmt":"2025-03-24T14:34:20","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/gesellschaftsrecht\/?p=2083"},"modified":"2025-03-31T14:56:16","modified_gmt":"2025-03-31T12:56:16","slug":"zahl-der-anwaltskanzleien-in-der-rechtsform-der-gmbh-co-kg-stark-gestiegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/gesellschaftsrecht\/2025\/03\/24\/zahl-der-anwaltskanzleien-in-der-rechtsform-der-gmbh-co-kg-stark-gestiegen\/","title":{"rendered":"Zahl der Anwaltskanzleien in der Rechtsform der GmbH &amp; Co. KG stark gestiegen"},"content":{"rendered":"<p><strong>I. Zulassung der anwaltlichen GmbH &amp; Co. KG durch die MoPeG-Regelung des \u00a7 107 Abs. 1 Satz 2 HGB unter Berufsrechtsvorbehalt<\/strong><\/p>\n<p>Das am 1.1.2024 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts (MoPeG) \u00f6ffnet mit \u00a7\u00a0107 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 HGB die Rechtsform der OHG und KG einschlie\u00dflich GmbH\u00a0&amp; Co. KG gesellschaftsrechtlich f\u00fcr die Freien Berufe. Nach dieser Vorschrift k\u00f6nnen zum Zwecke der Aus\u00fcbung eines Freien Berufs die genannten handelsrechtlichen Gesellschaftsgenres im Wege einer konstitutiven Handelsregistereintragung adoptiert werden, \u201esoweit das anwendbare Berufsrecht die Eintragung zul\u00e4sst\u201c. Ob und, wenn ja, unter welchen Voraussetzungen eine Freiberuflergesellschaft als OHG, KG oder GmbH &amp; Co. KG firmieren darf, entscheidet daher letztlich der f\u00fcr den konkreten Freien Beruf zust\u00e4ndige Bundes- oder Landesgesetzgeber. Die MoPeG-Regelung des \u00a7 107 Abs. 1 Satz 2 HGB liefert insoweit die gesellschaftsrechtliche Vorlage (vgl. zu dieser Verzahnung von Gesellschaftsrecht und Berufsrecht Begr\u00fcndung Gesetzentwurf MoPeG, BT-Drucks. 19\/27635, S. 223; <em>Wertenbruch<\/em>, GmbHR 2022, R 229 f.; <em>Wertenbruch<\/em>, NZG 2019, 1081 ff.).<\/p>\n<p><strong>II. Berufsrechtliche Legitimation der anwaltlichen GmbH &amp; Co. KG gem. \u00a7 59i BRAO <\/strong><\/p>\n<p>Die berufsrechtliche Verl\u00e4ngerung des \u00a7 107 Abs. 1 Satz 2 HGB ist in den Bereichen Rechtsdienstleistungen, Steuerberatung und Wirtschaftspr\u00fcfung bereits erfolgt. Sie wurde durch die insoweit vorhandene Gesetzgebungszust\u00e4ndigkeit des Bundes wesentlich erleichtert, w\u00e4hrend beispielsweise f\u00fcr die \u00c4rzte, Bauingenieure und Architekten die L\u00e4nder zust\u00e4ndig sind, so dass durch disparate und verz\u00f6gerte landesrechtliche Ausformungen \u201eFlickenteppiche\u201c entstehen k\u00f6nnen. Vor dem Umzug der GmbH &amp; Co. KG in ein anderes Bundesland muss dann gepr\u00fcft werden, ob im Zuzugsland die bisherige Rechtsform \u00fcberhaupt in gleicher Weise zul\u00e4ssig ist. Das am 1.8.2022 in Kraft getretene Gesetz zur Neuregelung des Berufsrechts der anwaltlichen und steuerberatenden Berufsaus\u00fcbungsgesellschaften vom 7.7.2021 (BGBl.\u00a0I 2021, S. 2363) legt f\u00fcr die Rechtsanw\u00e4lte, Steuerberater und Wirtschaftspr\u00fcfer die aktuellen Bedingungen f\u00fcr eine Handelsregistereintragung als OHG, KG oder GmbH &amp; Co. KG fest. Zudem waren die betreffenden berufsrechtlichen Bestimmungen vom 1.8.2022 bis zum Inkrafttreten des MoPeG am 1.1.2024 als tempor\u00e4re <em>leges speciales<\/em> im Verh\u00e4ltnis zu \u00a7 105 HGB a.F. einzuordnen, so dass die Eintragung als GmbH &amp; Co. KG nach Ma\u00dfgabe des reformierten Berufsrechts schon ab dem 1.8.2022 zul\u00e4ssig war (vgl. dazu <em>Wertenbruch<\/em>, GmbHR 2022, R 229 f.).<\/p>\n<p>Zum Stichtag 31.12.2023 waren nach der Statistik der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) 22 Anwaltsgesellschaften als GmbH &amp; Co. KG im Handelsregister eingetragen. Im Jahre 2024 hat sich diese Zahl auf 61 erh\u00f6ht und damit fast verdreifacht (www.brak.de\/presse\/presseerklaerungen\/der-brak-2025\/mitglieder-und-fachanwaltsstatistik-zum-01012025\/). Die berufsrechtliche Zul\u00e4ssigkeit der anwaltlichen GmbH &amp; Co. KG einschlie\u00dflich der Variante der Einheits-GmbH &amp; Co. KG folgt aus \u00a7 59i BRAO (vgl. zu den Einzelheiten <em>Wertenbruch<\/em> in Westermann\/Wertenbruch, Handbuch Personengesellschaften, 83. Lfg. 4\/2022, \u00a7 58 Rz. <a href=\"https:\/\/online.otto-schmidt.de\/db\/dokument?id=ph.i.58.vi.3.a&amp;q=ph.i.58.vi.3.a\">I 3982 ff.<\/a>).<\/p>\n<p><strong>III. Vorz\u00fcge der anwaltlichen Einheits-GmbH &amp; Co. KG gegen\u00fcber der klassischen GmbH &amp; Co. KG <\/strong><\/p>\n<p>Die anwaltliche Einheits-GmbH &amp; Co. KG offeriert gegen\u00fcber der beteiligungsidentischen klassischen GmbH &amp; Co. KG bedeutende Vorteile. Die Beteiligungsidentit\u00e4t wird beim Einheitsmodell schon dadurch l\u00fcckenlos gesichert, dass die KG die einzige Gesellschafterin ihrer eigenen Komplement\u00e4r-GmbH ist, so dass auch bei Tod eines Gesellschafters oder K\u00fcndigung keine Beteiligungsdisparit\u00e4ten auftreten k\u00f6nnen (vgl. dazu <em>Wertenbruch<\/em>, GmbHR 2021, 1181 Rz.\u00a020\u00a0ff.; <em>Wertenbruch<\/em> in Westermann\/Wertenbruch, Handbuch Personengesellschaften, 83. Lfg. 4\/2022, \u00a7 58 Rz. 3957 ff.). Ein gr\u00f6\u00dferer Kostenvorteil der Einheits-GmbH &amp; Co. KG besteht darin, dass ein Gesellschafterwechsel nur noch aufseiten der Kommanditisten vonstattengeht. Die \u00dcbertragung eines Kommanditanteils erfordert grunds\u00e4tzlich keine notarielle Beurkundung, w\u00e4hrend bei der beteiligungsidentischen klassischen GmbH &amp; Co. KG jedenfalls die \u00dcbertragung der GmbH-Gesch\u00e4ftsanteile ebenso wie das zugrundeliegende Verpflichtungsgesch\u00e4ft formbed\u00fcrftig ist (\u00a7 15 Abs. 3 und 4 GmbHG). Nach den Grunds\u00e4tzen \u00fcber das einheitliche Beurkundungsgesch\u00e4ft erstreckt sich aber der Formzwang im Fall einer parallelen \u00dcbertragung beider Anteilsarten eines Gesellschafters regelm\u00e4\u00dfig auch auf Kommanditanteile (vgl. dazu <em>Wertenbruch<\/em> in Westermann\/Wertenbruch, Handbuch Personengesellschaften, 83. Lfg. 4\/2022, \u00a7 58 Rz. <a href=\"https:\/\/online.otto-schmidt.de\/db\/dokument?id=ph.i.58.v.2&amp;q=ph.i.58.v.3.a\">I 3960 ff.<\/a>).<\/p>\n<p>Die bis zum Inkrafttreten des MoPeG bei der Einheits-GmbH &amp; Co. KG bestehende erhebliche Rechtsunsicherheit bez\u00fcglich der Aus\u00fcbung des Stimmrechts der KG in der Gesellschafterversammlung ihrer Komplement\u00e4r-GmbH wurde durch die Neuregelung des \u00a7\u00a0170 Abs.\u00a02 HGB\u00a0eliminiert. Nach dieser Vorschrift wird bei der Einheits-GmbH &amp; Co. KG das Stimmrecht der KG in der Gesellschafterversammlung der Komplement\u00e4r-GmbH \u2013 vorbehaltlich einer abweichenden Vereinbarung \u2013 von den Kommanditisten wahrgenommen. Es handelt sich um eine partielle gesetzliche Vertretungsmacht, die <em>vice versa<\/em> aufseiten der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer dieser GmbH zu einer korrespondierenden Beschr\u00e4nkung der gesetzlichen Vertretungsmacht aus \u00a7 35 GmbHG f\u00fchrt, wodurch die bisherige Problematik einer rivalisierenden Stimmabgabe durch die GmbH-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer in der Gesellschafterversammlung der GmbH ausgeschlossen wird (vgl. Begr. Gesetzentwurf MoPeG, BT-Drucks. 19\/27635, S. 256; <em>Wertenbruch<\/em>, GmbHR 2021, 1181 Rz.\u00a09\u00a0ff.; <em>Wertenbruch<\/em> in Westermann\/Wertenbruch, Handbuch Personengesellschaften, 83. Lfg. 4\/2022, \u00a7 58 Rz. <a href=\"https:\/\/online.otto-schmidt.de\/db\/dokument?id=ph.i.58.ii.1&amp;q=ph.i.58.ii.1\">I 3934 ff.<\/a>). Die bis zum Inkrafttreten des \u00a7 170 Abs. 2 HGB \u00fcblichen rechtsgesch\u00e4ftlichen Stimmrechtsvollmachten zugunsten der Kommanditisten konnten sich im Konfliktfall gegen die gesetzliche Vertretungsmacht des GmbH-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers nicht durchsetzen.<\/p>\n<p><strong>IV. \u201eUmwandlung\u201c einer anwaltlichen GbR oder PartG in eine GmbH &amp; Co. KG durch Statuswechsel gem. \u00a7 707c BGB<\/strong><\/p>\n<p>Die \u201eUmwandlung\u201c einer eingetragenen GbR (eGbR) oder PartG\/PartG mbB in eine GmbH &amp; Co. KG erfolgt durch Anmeldung eines Statuswechsels beim Gesellschaftsregister bzw. Partnerschaftsregister als Ausgangsregister nach Ma\u00dfgabe des \u00a7 707c BGB bzw. \u00a7 707c BGB i.V.m. \u00a7 1 Abs. 4 PartGG (vgl. dazu <em>Lieder<\/em>, GmbHR 2024, 897 Rz. 9; <em>Wertenbruch\/Alm<\/em>, ZPG 2023, 201, 208). Vollzogen wird der Statuswechsel durch Eintragung der Anwaltsgesellschaft als GmbH &amp; Co. KG in das Handelsregister als Zielregister (<em>Lieder<\/em>, GmbHR 2024, 897 Rz. 30 f.; <em>Wertenbruch\/Alm<\/em>, ZPG 2023, 201, 207). Im Rahmen des Statuswechselverfahrens kann die Handelsregistereintragung der ad hoc gegr\u00fcndeten GmbH als Komplement\u00e4rin beantragt werden (Begr. Gesetzentwurf MoPeG, BT-Drucks. 19\/27635, S. 209 f.; <em>Wertenbruch\/Alm<\/em>, ZPG 2023, 201, 208). Nach \u00a7 707c Abs. 5 Satz 1 i.V.m. \u00a7 728b BGB wird die Nachhaftung der neuen Kommanditisten f\u00fcr die Altverbindlichkeiten der bisherigen GbR bzw. PartG beschr\u00e4nkt (<em>Lieder<\/em>, GmbHR 2024, 897 Rz. 41 f.; <em>Wertenbruch\/D\u00f6ring<\/em>, GmbHR 2023, 649 Rz. 25). Eine nicht im Gesellschaftsregister eingetragene GbR kann zwar \u2013 ohne vorherige Eintragung im Gesellschaftsregister \u2013 unter Aufnahme einer gegr\u00fcndeten GmbH die Eintragung als GmbH &amp; Co. KG beim Handelsregister anmelden. Die Statuswechselnorm des \u00a7 707c Abs. 5 Satz 1 BGB ist dann aber nicht anwendbar (<em>Wertenbruch\/D\u00f6ring<\/em>, GmbHR 2023, 649 Rz. 26).<\/p>\n<p><strong>V. Die anwaltliche GmbH &amp; Co. KG im steuerlichen Belastungsvergleich mit der Anwalts-GmbH<\/strong><\/p>\n<p>Die mit \u00a7 107 Abs. 1 Satz 2 HGB bewerkstelligte gesellschaftsrechtliche \u00d6ffnung der Rechtsform der GmbH &amp; Co. KG f\u00fcr die Freien Berufe erm\u00f6glicht eine Kombination von beschr\u00e4nkter Kommanditistenhaftung nach \u00a7 171 HGB und der Mitunternehmerbesteuerung nach \u00a7\u00a7 15, 15a EStG (Begr. Gesetzentwurf MoPeG, BT-Drucks. 19\/27635, S. 102). Ob f\u00fcr die anwaltliche Berufsaus\u00fcbung die GmbH &amp; Co. KG steuerlich g\u00fcnstiger ist als die Rechtsform der GmbH, h\u00e4ngt vom Belastungsvergleich im konkreten Fall ab (vgl. dazu <em>Mueller-Thuns<\/em> in Hesselmann\/Mueller-Thuns, Handbuch GmbH &amp; Co. KG, 23. Aufl. 2025, \u00a7 2 B II Rz. <a href=\"https:\/\/online.otto-schmidt.de\/db\/dokument?id=co.02.b.ii.1\">2.38\u2009ff.<\/a>). Ertragsteuerlich kann die Gesamtbelastung bei der GmbH &amp; Co. KG im Vergleich zur GmbH etwas geringer ausfallen. Dies h\u00e4ngt vom individuellen Steuersatz der Gesellschafter und dem Umfang der Gewinnaussch\u00fcttungen bei der GmbH ab (<em>Mueller-Thuns <\/em>in Hesselmann\/Mueller-Thuns, Handbuch GmbH &amp; Co. KG, 23. Aufl. 2025, \u00a7 2 B II <a href=\"https:\/\/online.otto-schmidt.de\/db\/dokument?id=co.02.b.ii.2\">Rz. 2.39\u2009ff<\/a>., <a href=\"https:\/\/online.otto-schmidt.de\/db\/dokument?id=co.02.b.ii.4&amp;q=co.02.b.ii.3.a\">58 ff.<\/a>). Die Belastung mit Gewerbesteuer f\u00e4llt wegen ihrer Anrechnung auf die Einkommensteuer nicht ins Gewicht (\u00a7 35 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EStG).<\/p>\n<p><strong>VI. Die Defizite und Unstimmigkeiten bei der PartG mbB \u2013 Auslaufmodell kraft MoPeG? <\/strong><\/p>\n<p>Die in \u00a7 8 Abs. 4 PartGG definierte Rechtsform der PartG mbB wird zwar durch das MoPeG nicht unmittelbar angetastet, sondern als Option f\u00fcr die gemeinschaftliche Aus\u00fcbung eines Freien Berufs beibehalten. Diese Rechtsform hat aber den gravierenden Nachteil, dass die pers\u00f6nliche Haftung nur f\u00fcr Fehler bei der Berufsaus\u00fcbung ausgeschlossen ist, also insbesondere nicht f\u00fcr Gesellschaftsverbindlichkeiten aus Miet- und Arbeitsverh\u00e4ltnissen. Im Bereich der Gro\u00dfkanzleien bezieht sich das Restrisiko der pers\u00f6nlichen Haftung vor allem auf Forderungen aus langfristigen B\u00fcromietvertr\u00e4gen und aus Arbeitsvertr\u00e4gen mit angestellten Anw\u00e4lten sowie Assistenzpersonal. Eine Kanzlei mit gr\u00f6\u00dferer Partnerzahl wird diese pers\u00f6nlichen Belastungen zwar in der Regel am Ende des Tages schultern k\u00f6nnen. Die betreffenden Gl\u00e4ubiger m\u00fcssen aber die gesamtschuldnerisch haftenden Gesellschafter nicht <em>pro rata<\/em> in Anspruch nehmen, sondern k\u00f6nnen ihr Erf\u00fcllungsinteresse auf einen oder eine Handvoll Gesellschafter fokussieren, die als besonders solvent eingesch\u00e4tzt werden. Die ausgew\u00e4hlten Gesellschafter sind dann auf einen Regress aus \u00a7 426 Abs. 1 und Abs. 2 BGB gegen die Mitgesellschafter angewiesen, sofern im Vorfeld eine solidarische Freistellung nicht zustande kommt.<\/p>\n<p>Dass bei einer freiberuflichen Berufsaus\u00fcbungsgesellschaft die pers\u00f6nliche Haftung gerade f\u00fcr die Anspr\u00fcche wegen Sch\u00e4den aus fehlerhafter Berufsaus\u00fcbung ausgeschlossen werden kann, w\u00e4hrend f\u00fcr Gesellschaftsverbindlichkeiten aus Schuldverh\u00e4ltnissen ohne direkten Bezug zur Berufsaus\u00fcbung zwingend gehaftet werden muss, stellt eine Unstimmigkeit dar (vgl. dazu Begr. Gesetzentwurf MoPeG, BT-Drucks. 19\/27635, S. 102; <em>Wertenbruch<\/em>, NZG 2019, 1081, 1086 ff.). Zum Wesen des Freien Berufs kann eine derartige Differenzierung bei der pers\u00f6nlichen Haftung nicht geh\u00f6ren. Ziel der MoPeG-Regelung des \u00a7 107 Abs. 1 Satz 2 HGB ist daher auch, die Haftungsverh\u00e4ltnisse bei der freiberuflichen Berufsaus\u00fcbung zu flexibilisieren und dadurch die bestehenden Unstimmigkeiten des \u00a7 8 Abs. 4 PartGG zu beseitigen (Begr\u00fcndung Gesetzentwurf MoPeG, BT-Drucks. 19\/27635, S. 102; <em>Wertenbruch<\/em>, NZG 2019, 1081, 1089 f.). Das PartGG ist im Jahre 2013 mit der PartG mbB auf der Anfahrt zu einem in sich konsistenten und international konkurrenzf\u00e4higen Haftungsmodell f\u00fcr die Freiberufler-Personengesellschaft auf halber Strecke stehengeblieben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. Zulassung der anwaltlichen GmbH &amp; Co. 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