{"id":246,"date":"2018-08-21T09:12:58","date_gmt":"2018-08-21T07:12:58","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/gesellschaftsrecht\/?p=246"},"modified":"2018-08-21T14:59:52","modified_gmt":"2018-08-21T12:59:52","slug":"blockchain-mehrwert-fuer-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/gesellschaftsrecht\/2018\/08\/21\/blockchain-mehrwert-fuer-unternehmen\/","title":{"rendered":"Blockchain: Mehrwert f\u00fcr Unternehmen?"},"content":{"rendered":"<p>In der k\u00fcrzlich erschienenen Ausgabe aus der Schriftenreihe der BaFin \u201e<a href=\"https:\/\/www.bafin.de\/DE\/PublikationenDaten\/BaFinPerspektiven\/AlleAusgaben\/BaFinPerspektiven_alle_node.html\" target=\"_blank\">BaFinPerspektiven<\/a>\u201c (Seiten 40 &#8211; 42) zum Thema Digitalisierung behandeln Autoren des Frankfurt School Blockchain Centers und aus der Technologiebranche die Chancen von Blockchainanwendungen f\u00fcr Unternehmen. Dabei geht es um die sogenannten privaten Blockchains, an denen nur ein festgelegter Personenkreis teilnimmt (siehe zur Erkl\u00e4rung und Abgrenzung von \u00f6ffentlichen Blockchains auch <em>Lutzenberger<\/em>, Die Besteuerung von Bitcoin und sonstigen Blockchain-W\u00e4hrungen, GmbHR 2018, 794).<\/p>\n<p>Die dezentrale Datenspeicherung in einer Blockchain und die vollautomatisierte Durchf\u00fchrungsweise der Smart Contract-Technik k\u00f6nnten die Unternehmensverwaltung der Zukunft sein. So lie\u00dfen sich in einem solchen Programm (auch virtuelle) G\u00fcter einem Konto zuweisen, bewerten, nachverfolgen und bei \u00c4nderungen diesbez\u00fcgliche Zahlungsstr\u00f6me in Gang setzen. Dem folgend k\u00f6nnten automatisch die passenden Dokumente ausgetauscht werden. Und dies alles mit dem gro\u00dfen Vorteil der Blockchain, welche durch die Ankn\u00fcpfung an die bisherige Historie der bewegten G\u00fcter deren Ursprung und Authentizit\u00e4t f\u00fcr jeden einsehbar garantiert. \u00c4nderungen gesch\u00e4hen in Echtzeit und, besonders wichtig, in jedem vorhersehbaren Fall in einer einheitlichen Weise.<\/p>\n<p>Diese Smartness des Computers findet ihr Ende jedoch im Gef\u00fcge der BGB-Gr\u00fcnderv\u00e4ter, die etwa f\u00fcr den Eigentums\u00fcbergang bei gegenst\u00e4ndlichen G\u00fctern die zus\u00e4tzlichen Voraussetzungen einer juristisch wirksamen Einigung und der Eigent\u00fcmerstellung des \u00dcbertragenden vorsahen, wie auch das evtl. Eingreifen der Gutglaubensvorschriften, welche auf menschlicher Auslegung und Verkehrsauffassung aufbauen. Auch ganz generell darf die Vorher-Programmierbarkeit von Vertragsgestaltungen mit jeder denkbaren Eventualit\u00e4t angezweifelt werden.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich juristischer Vorg\u00e4nge kann die Blockchain also nie die Umsetzung selbst, sondern immer nur eine (nicht garantiert richtige) Abbildung darstellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong>: Die disruptive Blockchain-Technologie k\u00f6nnte virtuelle Werte besser fassen und abbilden, sie w\u00e4re ein vertrauensschaffendes und vereinheitlichendes Tool im Unternehmensverbund. Bei der Einbeziehung rechtlicher Vorg\u00e4nge ist jedoch Vorsicht die Mutter der Porzellankiste.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der k\u00fcrzlich erschienenen Ausgabe aus der Schriftenreihe der BaFin \u201eBaFinPerspektiven\u201c (Seiten 40 &#8211; 42) zum Thema Digitalisierung behandeln Autoren des Frankfurt School Blockchain Centers und aus der Technologiebranche die Chancen von Blockchainanwendungen f\u00fcr Unternehmen. 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