{"id":321,"date":"2018-12-03T09:06:55","date_gmt":"2018-12-03T08:06:55","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/gesellschaftsrecht\/?p=321"},"modified":"2018-12-03T10:14:51","modified_gmt":"2018-12-03T09:14:51","slug":"der-referentenentwurf-des-gesetzes-zur-umsetzung-der-zweiten-aktionaersrechterichtlinie-arug-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/gesellschaftsrecht\/2018\/12\/03\/der-referentenentwurf-des-gesetzes-zur-umsetzung-der-zweiten-aktionaersrechterichtlinie-arug-ii\/","title":{"rendered":"Der Referentenentwurf des Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktion\u00e4rsrechterichtlinie (ARUG II)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-327\" src=\"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/gesellschaftsrecht\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2018\/12\/pg.png\" alt=\"pg\" width=\"135\" height=\"282\" \/>Das Bundesministerium der Justiz und f\u00fcr Verbraucherschutz hat am 11.10.2018 den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktion\u00e4rsrechterichtlinie (ARUG II) ver\u00f6ffentlicht. Die Aktienrechtsreform in Permanenz geht damit weiter. Die ge\u00e4nderte Aktion\u00e4rsrechterichtlinie und entsprechend der vorliegende Referentenentwurf zielen auf eine weitere Verbesserung der Mitwirkung der Aktion\u00e4re bei b\u00f6rsennotierten Gesellschaften sowie auf eine Erleichterung der grenz\u00fcberschreitenden Information und Aus\u00fcbung von Aktion\u00e4rsrechten. Konkret geht es um vier Regelungsbereiche: (1) Mitwirkung und Information der Aktion\u00e4re betreffend die Verg\u00fctung der Unternehmensleitung (\u201esay-on-pay\u201c), (2) Gesch\u00e4fte mit nahestehenden Personen und Unternehmen (\u201erelated-party-transactions\u201c), (3) Verbesserung der Identifikation von und Kommunikation mit Aktion\u00e4ren (\u201eknow-your-shareholder\u201c) und (4) Erh\u00f6hung der Transparenz bei institutionellen Anlegern, Verm\u00f6gensverwaltern und Stimmrechtsberatern.<\/p>\n<p>Die auf den ersten Blick eher technisch anmutende Neuregelung des Systems der Aktion\u00e4rsidentifikation und -information wird die Praxis, insbesondere auf Bankenseite, vor erhebliche Herausforderungen stellen, da die bisherigen Prozesse nicht unver\u00e4ndert werden fortgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. F\u00fcr zahlreiche Gesellschaften und ihre potentiellen Gro\u00dfaktion\u00e4re von besonderer Bedeutung ist die \u2013 europarechtlich zwingend erforderliche \u2013 erstmalige Regelung der sog. related-party-transactions. Dieses auf die Vermeidung von Verm\u00f6gensverschiebungen zugunsten bestimmter Personen zielende Konzept steht in einem Spannungsverh\u00e4ltnis zu den bisherigen Regelungen zum Schutz von Aktion\u00e4ren, insbesondere dem Konzernrecht. Es ist grunds\u00e4tzlich sehr zu begr\u00fc\u00dfen, dass sich der Gesetzgeber zur Beibehaltung der bisherigen Schutzinstrumente und zur Ausnutzung der den Mitgliedstaaten einger\u00e4umten Wahlrechte entschieden hat.<\/p>\n<p>Angesichts des Umfangs der umzusetzenden europarechtlichen Vorgaben und ihrer Komplexit\u00e4t ist es freilich nicht \u00fcberraschend, dass der Referentenentwurf an einzelnen Stellen noch der \u00dcberarbeitung bedarf. J\u00fcngst hat der Handelsrechtsausschuss eine Reihe von sehr sinnvollen Vorschl\u00e4gen zu seiner \u00c4nderung und insbesondere Pr\u00e4zisierung vorgelegt. Einen ausf\u00fchrlichen \u00dcberblick \u00fcber die Neuregelungen und eine erste Bewertung aus Sicht der Praxis findet sich au\u00dferdem in unserem Beitrag in der AG 2018, 857 ff.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bundesministerium der Justiz und f\u00fcr Verbraucherschutz hat am 11.10.2018 den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktion\u00e4rsrechterichtlinie (ARUG II) ver\u00f6ffentlicht. Die Aktienrechtsreform in Permanenz geht damit weiter. 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