{"id":716,"date":"2020-11-12T13:31:34","date_gmt":"2020-11-12T12:31:34","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/gesellschaftsrecht\/?p=716"},"modified":"2020-11-12T13:31:34","modified_gmt":"2020-11-12T12:31:34","slug":"assmann-poetzsch-uwe-h-schneider-wpueg-ein-fuehrendes-standardwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/gesellschaftsrecht\/2020\/11\/12\/assmann-poetzsch-uwe-h-schneider-wpueg-ein-fuehrendes-standardwerk\/","title":{"rendered":"Assmann\/P\u00f6tzsch\/Uwe H. Schneider, Wp\u00dcG \u2013 ein \u201ef\u00fchrendes Standardwerk\u201c"},"content":{"rendered":"<p>I. Unternehmens\u00fcbernahmen erregen in der Rechtspraxis stets besondere Aufmerksamkeit, auch wenn feindliche \u00dcbernahmen gegenw\u00e4rtig Seltenheitswert haben. Jedenfalls ist die wirtschaftliche Bedeutung von \u00dcbernahmen und Wertpapiererwerben regelm\u00e4\u00dfig immens. Das praktische Bed\u00fcrfnis nach einem tragf\u00e4higen Rechtsrahmen befriedigt das Wertpapiererwerbs- und \u00dcbernahmegesetz (Wp\u00dcG). Der hierzu k\u00fcrzlich in 3. Auflage erschienene und in AG 2020, 879 ausf\u00fchrlich besprochene Kommentar von <em>Heinz-Dieter<\/em> <em>Assmann<\/em>, <em>Thorsten P\u00f6tzsch<\/em> und <em>Uwe\u00a0H. Schneider<\/em> erl\u00e4utert das Wp\u00dcG auf h\u00f6chstem Niveau.<\/p>\n<p>II. Bei einem Vergleich mit der Vorauflage stechen sofort zwei prominente Neuzug\u00e4nge im Autorenkreis ins Auge. Mit <em>Dirk Uwer<\/em>, der nun gemeinsam mit <em>Assmann<\/em> f\u00fcr die \u00a7\u00a7\u00a040\u201347 Wp\u00dcG verantwortlich zeichnet, und <em>Ralf van Ermingen-Marbach<\/em>, der gemeinsam mit den beiden Vorgenannten nun die \u00a7\u00a7\u00a060\u201365 Wp\u00dcG erl\u00e4utert, konnten ausgewiesene Experten gewonnen werden, von denen eine kompetente Fortf\u00fchrung der Kommentierung zu erwarten ist. \u00dcberdies kann sich der Leser \u00fcber zahlreiche Aktualisierungen und eine Vielzahl an Erg\u00e4nzungen freuen. Exemplarisch ist die vollst\u00e4ndige \u00dcberarbeitung des bisher von <em>Uwe H. Schneider<\/em> verantworteten, nunmehr von <em>Daniela Favoccia<\/em> kommentierten \u00a7\u00a030 Wp\u00dcG herauszugreifen. Beispielsweise wird die bisher von <em>Uwe H. Schneider<\/em> vertretene extensive Auslegung des \u00a7\u00a030 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a05 Wp\u00dcG aufgegeben; die neue Bearbeiterin schwenkt auf die Linie des BGH (BGH v. 29.7.2014 \u2013 II ZR 353\/12, AG 2014, 662 Rz.\u00a039\u00a0ff.) ein, wonach ein schuldrechtlicher Anspruch auf \u00dcbereignung von Aktien keine Zurechnung von Stimmrechten nach Ma\u00dfgabe des \u00a7\u00a030 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a05 Wp\u00dcG auszul\u00f6sen vermag (\u00a7 30 Rz.\u00a0113\u00a0ff.). Das ist in der Sache \u00fcberzeugend, weil ein blo\u00dfer Verschaffungsanspruch dem Innehaben von Aktien mit Blick auf den Stimmrechtseinfluss gerade nicht gleichsteht.<\/p>\n<p>Selbst zu entlegeneren Rechtsfragen liefert die Kommentierung eine wertvolle Orientierungshilfe. Beispielhaft daf\u00fcr steht die zu \u00a7 10 Wp\u00dcG (\u00a7 10 Rz.\u00a055) von <em>Assmann<\/em> erl\u00e4uterte Konstellationen eines Bietertausches sowie die Bildung von Bietergemeinschaften nach Ver\u00f6ffentlichung des Angebots.<\/p>\n<p>III. Sp\u00e4testens mit der nunmehr vorliegenden 3. Auflage darf der Kommentar als f\u00fchrendes Standardwerk gelten. Das Werk verarbeitet das reichhaltige Material aus Rechtsprechung und Wissenschaft umfassend und auf h\u00f6chstem Niveau, verliert dabei aber nie den \u2013 f\u00fcr die praktische Handreichung unentbehrlichen \u2013 Blick f\u00fcr das Wesentliche. Der hier angezeigte Kommentar wird damit dem selbst gesetzten \u2013 hohen \u2013 Anspr\u00fcchen mit Leichtigkeit gerecht und geh\u00f6rt auf den Schreibtisch eines jeden \u00dcbernahmerechtlers.<\/p>\n<p><em><strong>Hinweis des Verlags:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Weitere Informationen zum Kommentar von Assmann\/P\u00f6tzsch\/Uwe H. Schneider, Wp\u00dcG, finden Sie <a href=\"https:\/\/www.otto-schmidt.de\/wertpapiererwerbs-und-ubernahmegesetz-9783504400811\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Sie wollen den Kommentar lieber online nutzen? Auch das ist m\u00f6glich \u2013 \u00a0und zwar mit unserem <a href=\"https:\/\/www.otto-schmidt.de\/beratermodul-kapitalmarktrecht\">Beratermodul Otto Schmidt Kapitalmarktrecht<\/a> sowie dem <a href=\"https:\/\/www.otto-schmidt.de\/aktionsmodul-gesellschaftsrecht\">Aktionsmodul Gesellschaftsrecht<\/a>. Neugierig geworden? Dann laden wir Sie ein, unsere Datenbank vier Wochen kostenlos zu testen!<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. Unternehmens\u00fcbernahmen erregen in der Rechtspraxis stets besondere Aufmerksamkeit, auch wenn feindliche \u00dcbernahmen gegenw\u00e4rtig Seltenheitswert haben. Jedenfalls ist die wirtschaftliche Bedeutung von \u00dcbernahmen und Wertpapiererwerben regelm\u00e4\u00dfig immens. 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