{"id":30,"date":"2016-03-24T12:25:18","date_gmt":"2016-03-24T11:25:18","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.otto-schmidt.de\/mdr\/?p=30"},"modified":"2016-04-08T10:33:53","modified_gmt":"2016-04-08T08:33:53","slug":"gesetzesaenderung-ewiges-widerrufsrecht-bei-darlehensvertraegen-endet-am-21-06-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/mdr\/2016\/03\/24\/gesetzesaenderung-ewiges-widerrufsrecht-bei-darlehensvertraegen-endet-am-21-06-2016\/","title":{"rendered":"Gesetzes\u00e4nderung: Ewiges Widerrufsrecht bei Darlehensvertr\u00e4gen endet am 21.06.2016"},"content":{"rendered":"<p>Verbraucher haben in den vergangenen Jahren nach einigen wegweisenden Entscheidungen des BGH, aber auch vielen ausf\u00fchrlich begr\u00fcndeten und h\u00e4ufig f\u00fcr den Verbraucher positiv entschiedenen F\u00e4llen bei Land- und Oberlandesgerichten die M\u00f6glichkeit genutzt, Darlehensvertr\u00e4ge zu widerrufen, um die daraus sich ergebenden R\u00fcckabwicklungsvorteile zu nutzen. Je nach Kreditkonditionen konnten selbst bei gew\u00f6hnlichen Immobilienfinanzierung f\u00fcnfstellige Eurobetr\u00e4ge erl\u00f6st werden. Aufgrund unwirksamer Belehrungen, wobei nach der Rechtsprechung bereits geringf\u00fcgige Fehler ausreichten, steht den Verbrauchern dabei ein ewiges Widerrufsrecht zu.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Banken gibt es ein einfaches Mittel, um die Flut der Widerrufe zu stoppen: Eine nachtr\u00e4gliche Belehrung \u00fcber das Widerrufsrecht l\u00e4sst eine &#8211; wenn auch geringf\u00fcgig verl\u00e4ngerte &#8211; Frist beginnen. Seit den ersten Entscheidungen des BGH zu diesen F\u00e4llen aus M\u00e4rz 2009 (z.B. BGH Urt. v. 10.3.2009 &#8211; XI ZR 33\/08, <a href=\"http:\/\/portal.ovszr.de\/Default.aspx?hitnr=0&amp;t=635957081297581797&amp;url=rn%3aanwalt%5e%5efile%3a%2f%2fR%7c%2fDoc%2fMagazines%2fMDR%2f64545.xml&amp;ref=hitlist_hl\">MDR 2009, 820<\/a>) haben die Kreditinstitute aber von dieser M\u00f6glichkeit \u00fcber 7 Jahre lang in fast keinem Fall Gebrauch gemacht, da vermutlich die Angst gro\u00df war, (fr\u00fchere) Kunden durch eine solche Belehrung erst auf die Idee eines Widerrufs zu bringen. Vielmehr soll es nun der Gesetzgeber richten, was auch durch das <a href=\"http:\/\/www.bundesgerichtshof.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Bibliothek\/Gesetzesmaterialien\/18_wp\/Wohnimmobilienkreditrl\/bgbl.pdf?__blob=publicationFile\" target=\"_blank\">Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur \u00c4nderung handelsrechtlicher Vorschriften<\/a> erfolgt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So wird \u00a7 38 Abs. 3 EGBGB wie folgt gefasst;<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Bei Immobiliendarlehensvertr\u00e4gen gem\u00e4\u00df \u00a7 492 Abs. 1a Satz 2 des B\u00fcrgerlichen Gesetzbuchs in der vom 1. August 2002 bis einschlie\u00dflich 10. Juni 2010 geltenden Fassung, die zwischen dem 1. September 2002 und dem 10. Juni 2010 geschlossen wurden, erlischt ein fortbestehendes Widerrufsrecht sp\u00e4testens drei Monate nach dem 21. M\u00e4rz 2016, wenn das Fortbestehen des Widerrufsrechts darauf beruht, dass die dem Verbraucher erteilte Widerrufsbelehrung den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden Anforderungen des B\u00fcrgerlichen Gesetzbuchs nicht entsprochen hat.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Verbraucher, die \u00fcber einen Widerruf alter Darlehensvertr\u00e4ge nachdenken, sollten nach Pr\u00fcfung der Unterlagen bis zum 21. Juni entscheiden, ob ein Widerruf erkl\u00e4rt werden soll, der dem Darlehensgeber noch bis dahin zugehen muss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verbraucher haben in den vergangenen Jahren nach einigen wegweisenden Entscheidungen des BGH, aber auch vielen ausf\u00fchrlich begr\u00fcndeten und h\u00e4ufig f\u00fcr den Verbraucher positiv entschiedenen F\u00e4llen bei Land- und Oberlandesgerichten die M\u00f6glichkeit genutzt, Darlehensvertr\u00e4ge zu widerrufen, um die daraus sich ergebenden R\u00fcckabwicklungsvorteile zu nutzen. 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