{"id":760,"date":"2017-08-29T17:18:26","date_gmt":"2017-08-29T15:18:26","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.otto-schmidt.de\/mdr\/?p=760"},"modified":"2017-08-29T17:24:49","modified_gmt":"2017-08-29T15:24:49","slug":"olg-celle-anforderungen-an-werbekennzeichnung-in-social-media-hier-instragram","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/mdr\/2017\/08\/29\/olg-celle-anforderungen-an-werbekennzeichnung-in-social-media-hier-instragram\/","title":{"rendered":"OLG Celle: Anforderungen an Werbekennzeichnung in Social Media (hier: Instragram)"},"content":{"rendered":"<p>Influencer sind heutzutage in der Regel bezahlte Nutzer von sozialen Netzwerken, deren Beitr\u00e4ge eine gr\u00f6\u00dfere Leserschaft (follower) erreicht. Wird ein solches Medium zu werblichen Zwecken verwendet, tritt der werbliche Charakter in den Hintergrund, der Follower meint viel mehr, tats\u00e4chlich eine Produktempfehlung zu erhalten. Eine solche Vermengung redaktioneller und werblicher Inhalte begegnet<a href=\"http:\/\/www.voris.niedersachsen.de\/jportal\/portal\/page\/bsvorisprod.psml?pid=Dokumentanzeige&amp;showdoccase=1&amp;js_peid=Trefferliste&amp;fromdoctodoc=yes&amp;doc.id=jlr-RdFunkStVtrNDV17P58\"> \u00a7 58 RStV<\/a> mit einer Pflicht zur deutlichen Kennzeichnung als Werbung, dies folgt auch aus <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/uwg_2004\/__5a.html\" target=\"_blank\">\u00a7 5a Abs. 6 UWG<\/a>, den das Gericht hier aufgrund des Vorgehens eines klagebefugten Verbandes angewendet hat.<\/p>\n<p>Konkret hatte ein Instragram-Autor ein Bild eingestellt, dieses mit einem Beschreibungstext versehen und hiernach die f\u00fcr solche Plattformen \u00fcblichen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hashtag\" target=\"_blank\">Hashtags<\/a> gesetzt. Das zweite von sechs Hashtags lautete #ad.<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"align-justify\"><i>\u201eAn alle Sparf\u00fcchse: AUFGEPASST! NUR morgen gibt es in allen \u00a0\u00a0Filialen von #r. <\/i><i>&amp; im Online Shop 40% Rabatt auf Augen Make-Up! Viel Spa\u00df beim Einkaufen! @m. _r. Eyes: R. Y. S. S. Mascara &amp; \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0M. N. Y. The R. N. Lidschatten Palette <\/i><\/p>\n<p class=\"align-justify\"><i><span lang=\"EN-US\">#blackfriyay #ad #eyes #shopping #rabatt #40prozent\u201c<\/span><\/i><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"align-justify\">Das ging dem OLG Celle zu weit. Auf den ersten Blick sei der werbliche Charakter nicht erkennbar. Ob die Formulierung &#8222;#ad&#8220; grunds\u00e4tzlich geeignet sei, einen werblichen Inhalt zu kennzeichen, hat das Gericht nicht mehr kl\u00e4ren m\u00fcssen, dies d\u00fcrfte aber selbst bei isolierter Nutzung zweifelhaft sein.<\/p>\n<p class=\"align-justify\">In der Praxis d\u00fcrften Youtuber &amp; Co. damit deutlicher anzugeben haben, wann ein werblicher Inhalt vorliegt. Vielen Werbenden in den sozialen Netzwerken ist bis heute die Impressumspflicht (erstmalig <a href=\"https:\/\/openjur.de\/u\/237461.html\" target=\"_blank\">LG Aschaffenburg<\/a>) ebenfalls nicht klar, hier lauern Abmahnrisiken. Wichtig: Diese Risiken bestehen insbesondere f\u00fcr diejenigen, die Werbung in solchen Werbekan\u00e4len beauftragen (zur Haftung der Auftraggeber <a href=\"https:\/\/openjur.de\/u\/71565.html\">BGH\u00a0Urteil vom 7. Oktober 2009 \u00b7 Az. I ZR 109\/06), <\/a>so wurde auch hier das werbende Unternehmen auf Unterlassung in Anspruch genommen.<\/p>\n<p class=\"align-justify\" style=\"text-align: left\"><a href=\"http:\/\/www.aufrecht.de\/index.php?id=8842\">OLG Celle Urteil vom 08.06.2017 Az.: 13 U 53\/16 <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Influencer sind heutzutage in der Regel bezahlte Nutzer von sozialen Netzwerken, deren Beitr\u00e4ge eine gr\u00f6\u00dfere Leserschaft (follower) erreicht. 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