{"id":1043,"date":"2023-11-14T16:59:02","date_gmt":"2023-11-14T15:59:02","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/?p=1043"},"modified":"2023-11-14T16:59:02","modified_gmt":"2023-11-14T15:59:02","slug":"verhandlungskunst-bei-anwaelt-innen-ausbaufaehig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/2023\/11\/14\/verhandlungskunst-bei-anwaelt-innen-ausbaufaehig\/","title":{"rendered":"Verhandlungskunst bei Anw\u00e4lt\/innen ausbauf\u00e4hig"},"content":{"rendered":"<p>Eine Rechtslegende besagt, dass Anw\u00e4lte die besten Verhandler seien. Doch in dieser Disziplin haben Mediatoren im Laufe der Jahre mindestens gleichgezogen. Clever verhandeln k\u00f6nnen mittlerweile auch Handwerker, Manager und Unternehmer. Nicht zu vergessen Diplomaten und Friedensforscher. Nicht umsonst besch\u00e4ftigt sich das Anwaltsblatt in der November-Ausgabe in zwei Schwerpunktbeitr\u00e4gen mit der anwaltlichen Verhandlungskunst. Markus Hartung, einer der Autoren der Ausgabe, postet dazu auf LinkedIn: \u201eAuch wenn ausgebildete Mediatoren nur m\u00fcde mit den Schultern zucken: F\u00fcr die Anwaltschaft in der Breite ist das ein hochaktuelles Themenfeld, in dem sie sich deutlich verbessern kann. Das wird gerade in Zeiten von KI \/ AI wichtig, wenn Anw\u00e4lte sich \u00fcberlegen m\u00fcssen, wo sie k\u00fcnftig noch wertsteigernd t\u00e4tig werden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Der Journalist Henning Zander hat in seinem Beitrag im Anwaltsblatt \u201eVerhandlungsstrategien \u2013 Wenn beide Seiten profitieren\u201c Statements von Anw\u00e4lten und Jura-Professoren zur Kunst der Verhandlung eingeholt. Und er r\u00e4umt gleich mit dem Vorurteil auf, dass Maximalforderungen zu besseren Verhandlungsergebnissen f\u00fchrten. \u201eEs ist in der Regel nicht sinnvoll, Verhandlungen auf Basis von Maximalforderungen zu f\u00fchren, von denen alle wissen, dass sie ohnehin nicht erf\u00fcllbar sind\u201c, sagt Dr. Annette Mutschler-Siebert, Rechtsanw\u00e4ltin und Partnerin bei der Kanzlei K&amp;L Gates LLP. Es dauere dann lediglich l\u00e4nger, um zu einer L\u00f6sung zu kommen.<\/p>\n<p>Zander zitiert zudem Ren\u00e9 A. Pfromm, Honorarprofessor an der Universit\u00e4t Bonn. Er hat beobachtet, dass Verhandeln mittlerweile eine Rolle in der juristischen Ausbildung spiele. Anstelle des intuitiven Verhandelns trete zunehmend eine Professionalisierung. Deshalb fordert Markus Hartung, dass sich auch Anw\u00e4lte nicht auf ihr angeborenes Verhandlungsgeschick verlassen d\u00fcrften, sondern ihrer Fortbildungspflicht nachkommen m\u00fcssten. Dabei gelte auch zu bedenken, dass die Generationen Y und Z anders verhandeln als die Babyboomer, die die Verhandlungskunst noch mit m\u00e4nnlicher Durchsetzungsst\u00e4rke gleichsetzten. Heute st\u00fcnden ausgleichende Verhandlungsstile und der Minderheitenschutz im Vordergrund.<\/p>\n<p><em>Quelle: Hartung Anwaltsblatt 2023, 592; Zander Anwaltsblatt 2023, 586<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Rechtslegende besagt, dass Anw\u00e4lte die besten Verhandler seien. Doch in dieser Disziplin haben Mediatoren im Laufe der Jahre mindestens gleichgezogen. Clever verhandeln k\u00f6nnen mittlerweile auch Handwerker, Manager und Unternehmer. Nicht zu vergessen Diplomaten und Friedensforscher. Nicht umsonst besch\u00e4ftigt sich das Anwaltsblatt in der November-Ausgabe in zwei Schwerpunktbeitr\u00e4gen mit der anwaltlichen Verhandlungskunst. Markus Hartung, einer der Autoren der Ausgabe, postet dazu auf LinkedIn: \u201eAuch wenn ausgebildete Mediatoren nur m\u00fcde mit den Schultern zucken: F\u00fcr die Anwaltschaft in der Breite ist das ein hochaktuelles Themenfeld, in dem sie sich deutlich verbessern kann. Das wird gerade in Zeiten von KI \/ AI wichtig, wenn Anw\u00e4lte sich \u00fcberlegen m\u00fcssen, wo sie k\u00fcnftig noch wertsteigernd t\u00e4tig werden k\u00f6nnen.\u201c Der Journalist Henning Zander hat in seinem Beitrag im Anwaltsblatt \u201eVerhandlungsstrategien \u2013 Wenn beide Seiten profitieren\u201c Statements von Anw\u00e4lten und Jura-Professoren zur Kunst der Verhandlung eingeholt. 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