{"id":1096,"date":"2024-01-14T10:50:02","date_gmt":"2024-01-14T09:50:02","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/?p=1096"},"modified":"2024-01-14T10:50:02","modified_gmt":"2024-01-14T09:50:02","slug":"bafm-fachtag-2023-in-dresden-geschwister-und-erbmediation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/2024\/01\/14\/bafm-fachtag-2023-in-dresden-geschwister-und-erbmediation\/","title":{"rendered":"BAFM-Fachtag 2023 in Dresden: Geschwister &#8211; und Erbmediation"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber viele Jahre wurde der Fachtag von den von der BAFM anerkannten Ausbildungsinstituten gestaltet. Sp\u00e4testens seit dem Jubil\u00e4um 2019 hat sich das ver\u00e4ndert. Inzwischen ist die BAFM ein Berufsverband der Familienmediator\/innen und nicht mehr nur ein Alumni-Netzwerk der von der BAFM anerkannten Ausbildungen. Die Mitglieder bringen eigene vielf\u00e4ltige Berufserfahrung mit und sind inzwischen so mutig, diese auch ohne Ausbilder\/innenanerkennung mit den Kolleg\/innen zu teilen. Ihre Mitglieder machen der BAFM alle Ehre, denn sie haben nach der z.T. schon immer anhand von Familienf\u00e4llen gemachten Grundausbildung viel Erfahrung auf dem Gebiet der Familienmediation. Viele Mitglieder sind auch in der Team- oder Wirtschaftsmediation zuhause. Zur Familienmediation haben sie aber eine besondere Verbundenheit. Diesen Schatz m\u00f6chte die BAFM sich zum Markenzeichen machen, wie der Name im Prinzip seit \u00fcber 25 Jahren vermuten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Die Entwicklung begann explizit 2016 mit der Gr\u00fcndung der BAFM-Fachgruppen: Familie und Kind, Elder Mediation, FamilienUnternehmen und Cooperative Praxis, gefolgt von Erbmediation 2018 und Wissenschaft und Forschung 2020.<\/p>\n<p>2023 war es nun das erste Mal, dass der Fachtag inhaltlich von einer Fachgruppe, der BAFM-Fachgruppe Erbmediation vorbereitet wurde. \u00dcber Erbkonflikte kann man seit einiger Zeit fast w\u00f6chentlich in den gro\u00dfen Tageszeitungen lesen. Es ist erfreulich, dass diese immer h\u00e4ufiger auch durch Erbmediation gel\u00f6st werden und die Expertise auf diesem Spezialgebiet der Familienmediation w\u00e4chst. Bedarf es in der Mediation einer besonderen Fachlichkeit? Eigentlich sind Mediator\/innen doch nur f\u00fcr den Prozess, nicht f\u00fcr die Inhalte zust\u00e4ndig. Mit der Erfahrung k\u00f6nnen wir eine Fachlichkeit gar nicht verhindern, auch wenn wir wissen, dass jeder Fall einzigartig ist. Wieviel Expertise zur Erbmediation geh\u00f6rt, davon konnten sich zumindest die Teilnehmenden auf diesem Fachtag \u00fcberzeugen. Familienmediation hat sich schon immer, insbesondere bei Trennung und Scheidung durch eine gro\u00dfe N\u00e4he zum Recht, aber auch zu psychosozialen Inhalten ausgezeichnet. \u00c4hnliches l\u00e4sst sich von der Erbmediation sagen. So helfen Grundkenntnisse im Erbrecht den \u00dcberblick zu bewahren und auch Haftungsrisiken zu minimieren, auch wenn Familienmediator\/innen selbst nicht beraten. <em>Sabine Kau\u00df<\/em> erl\u00e4uterte in einem Workshop zur Gestaltung von Erbvertr\u00e4gen vor dem Erbfall wie sie mit dem Genogramm arbeitet und den \u00dcberblick f\u00fcr sich und ihre Klient\/innen h\u00e4lt. <em>Iris Harff<\/em> zeigte an vielen Beispielen erbrechtliche Fallstricke auf. Der Workshop Patchwork-Geschwister mit <em>Sabine Langhirt<\/em> besch\u00e4ftigte sich sowohl mit den rechtlichen Rahmenbedingungen als auch psychologischen Hintergr\u00fcnden in der Patchwork-Situation. <em>Julianne Ferenczy<\/em> nannte ihren Workshop ein bisschen frech \u201eTrauern f\u00fcr Anf\u00e4nger,\u201c ber\u00fchrend war er trotzdem. Fachlichkeit in der Mediation entsteht immer auch \u00fcber Selbstreflektion und das Teilen dar\u00fcber. <em>Swetlana von Bismarck<\/em> gab in dem Workshop Geschwisterrollenspiele durch Aufstellungsarbeit Gelegenheit dazu. <em>Monika Janku<\/em> wiederum zeigte auf, wie mit der Arbeit mit Familienwappen der Perspektivwechsel in der Erbmediation gelingt.<\/p>\n<p>Auch die externen Workshopleiter\/innen arbeiteten ehrenamtlich. <em>Schwester Bernadette Brommer<\/em> berichtete von ihren Erfahrungen mit Missbrauch von Vorsorgevollmachten und Erbschleicherei innerhalb der Familie. <em>Dr. Sven Gelbke<\/em> von \u201eerbsch\u00fctzer\u201c erforschte mit den Berliner G\u00fcterichterinnen <em>Johanna Koch<\/em> und <em>Felicitas von Hammerstein<\/em> die M\u00f6glichkeiten der g\u00fctlichen Einigung bei Enterbung. Sie waren sich einig, dass die Chancen darauf steigen, wenn Mediation so wie fr\u00fch m\u00f6glich einsetzt.<\/p>\n<p><em>PD Dr. Olga Klimecki<\/em> begeisterte mit ihren intensiven psychologischen und hirnphysiologischen Studien im Rahmen von konsensualer Konfliktbeilegung. Zu einem anderen Ton verhalf schlie\u00dflich der Workshop Mediation und Stimme von <em>Ulrike Pahl<\/em> Gesangsp\u00e4dagogin und Pr\u00e4senzcoach.<\/p>\n<p>Eingestimmt wurden die Teilnehmenden von zwei Keynote-Speaker\/innen. Der Vortrag von <em>Susann Sitzler<\/em>, Autorin des Buches \u201eGeschwister \u2013 Die l\u00e4ngste Beziehung des Lebens\u201c bestach unter anderem durch das Einblenden von Musik, jeweils von Geschwisterbands. Sie \u00f6ffnete damit den Teilnehmenden eine neue Ebene \u2013 eine neue Idee f\u00fcr Mediationen? Bei aller vermittelten Expertise und Fachwissen reflektierte der Schweizer Erbmediator <em>Peter Krepper<\/em> dar\u00fcber, was die G\u00fcte oder das Erfolgsrezept einer gelungenen Mediation sei. Ohne Ausbildung, Expertise und Erfahrung geht es sicherlich nicht. Dar\u00fcber hinaus sollte es jedermanns und -fraus Bestreben sein, herauszufinden, was sie selbst mit in die Mediationen bringt, damit die Parteien in einen konsensualen Weg finden.<\/p>\n<p>Die BAFM \u00f6ffnet 2024 den Verband auch f\u00fcr noch in Ausbildung befindliche Mediator\/innen, einige waren gekommen und waren begeistert \u00fcber die Kollegialit\u00e4t. M\u00f6glicherweise k\u00f6nnen gerade diese jungen Mediator\/innen ihre Expertise und Weltanschauung 2024 einbringen, wenn es am 15.\/16. Nov. 2024 in Frankfurt um Mediationen in Regenbogenfamilien geht.<\/p>\n<p><em>Quelle: Swetlana von Bismarck, BAFM, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber viele Jahre wurde der Fachtag von den von der BAFM anerkannten Ausbildungsinstituten gestaltet. Sp\u00e4testens seit dem Jubil\u00e4um 2019 hat sich das ver\u00e4ndert. Inzwischen ist die BAFM ein Berufsverband der Familienmediator\/innen und nicht mehr nur ein Alumni-Netzwerk der von der BAFM anerkannten Ausbildungen. Die Mitglieder bringen eigene vielf\u00e4ltige Berufserfahrung mit und sind inzwischen so mutig, diese auch ohne Ausbilder\/innenanerkennung mit den Kolleg\/innen zu teilen. Ihre Mitglieder machen der BAFM alle Ehre, denn sie haben nach der z.T. schon immer anhand von Familienf\u00e4llen gemachten Grundausbildung viel Erfahrung auf dem Gebiet der Familienmediation. Viele Mitglieder sind auch in der Team- oder Wirtschaftsmediation zuhause. 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