{"id":1305,"date":"2024-05-14T18:07:54","date_gmt":"2024-05-14T16:07:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/?p=1305"},"modified":"2024-05-14T18:07:54","modified_gmt":"2024-05-14T16:07:54","slug":"trends-in-der-internationalen-schiedsgerichtsbarkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/2024\/05\/14\/trends-in-der-internationalen-schiedsgerichtsbarkeit\/","title":{"rendered":"Trends in der Internationalen Schiedsgerichtsbarkeit"},"content":{"rendered":"<p>Dr. Boris Kasolowsky und Dr. Carsten Wendler, beide Partner bei Freshfields Bruckhaus Deringer, haben in der B\u00f6rsen-Zeitung die wichtigsten neuen Entwicklungen in der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit zusammengefasst. Vor allem die Energiewende hat danach einen entscheidenden Einfluss auf die dynamische Ver\u00e4nderung der internationalen Streitlandschaft. Zum einen nehmen nun klimabezogene Klagen eine Vielzahl unterschiedlicher Gestalten an, diese reichen von Schadenersatzklagen gegen geplante immissionsintensive Projekte \u00fcber pers\u00f6nliche Haftungsanspr\u00fcche gegen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bis hin zu Klagen gegen Regulierungsbeh\u00f6rden oder Regierungen. Die Bandbreite solcher Anspr\u00fcche hat zugenommen und umfasst auch Klagen vor dem Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte, dem Internationalen Strafgerichtshof sowie UN-Gremien oder OECD-Verfahren.<\/p>\n<p>Die drastische Verschlechterung der Bedingungen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investoren in Russland wird westliche Unternehmen ebenfalls vor internationale Schiedsgerichte f\u00fchren. Ein gangbarer Weg zur Durchsetzung ihrer Rechte sind Investor-Staat-Schiedsverfahren auf Grundlage von bilateralen Investitionsschutzabkommen zwischen Russland und dem \u201eunfreundlichen Staat\u201c, dem das betroffene Unternehmen zugeh\u00f6rig ist. 2024 wird vermehrt \u00fcber diese Schiedsklagen gegen Russland berichtet werden. Auch Versicherungen gegen politische Risiken werden in Anspruch genommen werden, denn viele Investoren in Russland d\u00fcrften in der Vergangenheit derartige Versicherungen abgeschlossen haben. Inwiefern die Versicherer aufgrund der gegen ausl\u00e4ndische Investoren gerichteten russischen Ma\u00dfnahmen gem\u00e4\u00df den jeweiligen Policen zahlen m\u00fcssen, wird oftmals von Schiedsgerichten zu entscheiden sein.<\/p>\n<p><em>Quelle: www.boersen-zeitung.de v. 12.4.2024<\/em><\/p>\n<p>Foto: petrnalinac\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. Boris Kasolowsky und Dr. Carsten Wendler, beide Partner bei Freshfields Bruckhaus Deringer, haben in der B\u00f6rsen-Zeitung die wichtigsten neuen Entwicklungen in der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit zusammengefasst. Vor allem die Energiewende hat danach einen entscheidenden Einfluss auf die dynamische Ver\u00e4nderung der internationalen Streitlandschaft. Zum einen nehmen nun klimabezogene Klagen eine Vielzahl unterschiedlicher Gestalten an, diese reichen von Schadenersatzklagen gegen geplante immissionsintensive Projekte \u00fcber pers\u00f6nliche Haftungsanspr\u00fcche gegen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bis hin zu Klagen gegen Regulierungsbeh\u00f6rden oder Regierungen. Die Bandbreite solcher Anspr\u00fcche hat zugenommen und umfasst auch Klagen vor dem Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte, dem Internationalen Strafgerichtshof sowie UN-Gremien oder OECD-Verfahren. Die drastische Verschlechterung der Bedingungen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investoren in Russland wird westliche Unternehmen ebenfalls vor internationale Schiedsgerichte f\u00fchren. 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