{"id":1331,"date":"2024-07-11T18:22:43","date_gmt":"2024-07-11T16:22:43","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/?p=1331"},"modified":"2024-07-11T18:22:43","modified_gmt":"2024-07-11T16:22:43","slug":"icc-schiedsgerichtsbarkeit-20-prozent-mehr-faelle-in-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/2024\/07\/11\/icc-schiedsgerichtsbarkeit-20-prozent-mehr-faelle-in-2023\/","title":{"rendered":"ICC-Schiedsgerichtsbarkeit: 20 Prozent mehr F\u00e4lle in 2023"},"content":{"rendered":"<p>Wie die Internationale Handelskammer (ICC) Mitte Juni 2024 bekanntgab, registrierte sie im Jahr 2023 890 Schiedsverfahren. Damit zeichnet sich ein deutlicher Anstieg an F\u00e4llen im Vergleich zum Vorjahr ab (710). Zum Jahresende 2023 belief sich die Gesamtzahl der anh\u00e4ngigen F\u00e4lle, die von den B\u00fcros des Sekretariats des ICC-Schiedsgerichtshofs in Paris, Hongkong, New York, Sao Paulo, Singapur und Abu Dhabi administriert werden, auf 1.766.<\/p>\n<p>Im Jahr 2023 wurden zudem 189 neue F\u00e4lle im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens bearbeitet, was einen neuen Rekord darstellt. Seit der Einf\u00fchrung des Verfahrens im Jahr 2017 hat der ICC-Schiedsgerichtshof insgesamt 713 F\u00e4lle im Rahmen des \u201eExpedited Procedure Provisions\u201c (EPP) bearbeitet.<\/p>\n<p>Neben dem Schiedsverfahren bietet die ICC eine Reihe von alternativen Streitbeilegungsmechanismen an, die vom ICC International Center for ADR verwaltet werden. Letztes Jahr verzeichnete das Center 75 Antr\u00e4ge. Davon wurden 37 unter den ICC Rules of Mediation, 30 nach den Gutachterverfahren, drei nach den Dispute Board Rules und f\u00fcnf nach den Documentary Credits (DOCDEX) Rules registriert.<\/p>\n<p>In 2023 kamen die Parteien aus insgesamt 141 L\u00e4ndern mit dem Schwerpunkt Europa (40\u00a0%), gefolgt von Asien und dem pazifischen Raum (25 %), Lateinamerika (14 %), Nordamerika (13 %) und Afrika (8 %). Ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr war bei der Zahl der Parteien aus Mittel- und Osteuropa (277 Parteien gegen\u00fcber 188), Nordamerika (308 gegen\u00fcber 207) und dem Nahen Osten (288 gegen\u00fcber 198) zu verzeichnen. Die f\u00fcnf wichtigsten Sitzl\u00e4nder f\u00fcr Schiedsverfahren waren Frankreich, Gro\u00dfbritannien, die Schweiz, die Vereinigten Staaten und Brasilien.<\/p>\n<p><em>Quelle: www.iccgermany.de v.15.6.2024<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die Internationale Handelskammer (ICC) Mitte Juni 2024 bekanntgab, registrierte sie im Jahr 2023 890 Schiedsverfahren. Damit zeichnet sich ein deutlicher Anstieg an F\u00e4llen im Vergleich zum Vorjahr ab (710). Zum Jahresende 2023 belief sich die Gesamtzahl der anh\u00e4ngigen F\u00e4lle, die von den B\u00fcros des Sekretariats des ICC-Schiedsgerichtshofs in Paris, Hongkong, New York, Sao Paulo, Singapur und Abu Dhabi administriert werden, auf 1.766. Im Jahr 2023 wurden zudem 189 neue F\u00e4lle im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens bearbeitet, was einen neuen Rekord darstellt. Seit der Einf\u00fchrung des Verfahrens im Jahr 2017 hat der ICC-Schiedsgerichtshof insgesamt 713 F\u00e4lle im Rahmen des \u201eExpedited Procedure Provisions\u201c (EPP) bearbeitet. Neben dem Schiedsverfahren bietet die ICC eine Reihe von alternativen Streitbeilegungsmechanismen an, die vom ICC International Center for ADR verwaltet werden. Letztes Jahr verzeichnete das Center 75 Antr\u00e4ge. Davon wurden 37 unter den ICC Rules of Mediation, 30 nach den Gutachterverfahren, drei nach den Dispute Board Rules und f\u00fcnf nach den Documentary Credits (DOCDEX) Rules registriert. In 2023 kamen die Parteien aus insgesamt 141 L\u00e4ndern mit dem Schwerpunkt Europa (40\u00a0%), gefolgt von Asien und dem pazifischen Raum (25 %), Lateinamerika (14 %), Nordamerika (13 %) und Afrika (8 %). 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