{"id":1876,"date":"2026-05-12T16:09:32","date_gmt":"2026-05-12T14:09:32","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/?p=1876"},"modified":"2026-05-12T16:09:32","modified_gmt":"2026-05-12T14:09:32","slug":"bistum-regensburg-verweigert-aussergerichtliche-einigung-im-missbrauchsfall-podszus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/2026\/05\/12\/bistum-regensburg-verweigert-aussergerichtliche-einigung-im-missbrauchsfall-podszus\/","title":{"rendered":"Bistum Regensburg verweigert au\u00dfergerichtliche Einigung im Missbrauchsfall Podszus"},"content":{"rendered":"<p>Im Schadensersatzverfahren des ehemaligen Domspatzen Matthias Podszus gegen das Bistum Regensburg ist eine g\u00fctliche Einigung endg\u00fcltig gescheitert. Podszus, heute 43 Jahre alt, fordert Schmerzensgeld und Schadenersatz in sechs- bis siebenstelliger H\u00f6he. Er berichtet von massiven k\u00f6rperlichen, psychischen und sexualisierten Misshandlungen in der Domspatzenvorschule Pielenhofen zwischen 1991 und 1993, darunter Vergewaltigungen durch den damaligen Schulleiter Johann Meier.<\/p>\n<p>Nachdem au\u00dfergerichtliche Gespr\u00e4che gescheitert waren, verhandelt das Landgericht Regensburg den Fall. Beim ersten Termin am 27. M\u00e4rz dr\u00e4ngte Richterin Adda Trautsch auf eine au\u00dfergerichtliche L\u00f6sung und schlug eine Mediation durch einen G\u00fcterichter vor. Angesichts der sensiblen Inhalte k\u00f6nne ein vertrauliches Verfahren sinnvoll sein. Die Einw\u00e4nde der Bistumsanw\u00e4ltin, es gehe um grunds\u00e4tzliche Rechtsfragen, wies die Richterin zur\u00fcck: Jeder Fall sei individuell, eine h\u00f6chstrichterliche Kl\u00e4rung daher nur begrenzt \u00fcbertragbar.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Podszus Gespr\u00e4chsbereitschaft signalisierte, lehnte das Bistum eine Mediation in einem knappen Schreiben endg\u00fcltig ab. Man beharre darauf, dass das Verfahren Rechtsfragen aufwerfe, \u201ewelche einer Kl\u00e4rung zugef\u00fchrt werden m\u00fcssen\u201c. Ohne Einigung w\u00e4re eine Urteilsverk\u00fcndung f\u00fcr den 21. Mai vorgesehen.<\/p>\n<p>Beobachter werten das Vorgehen des Bistums als Signal an andere Betroffene, die \u00fcber gerichtliche Schritte nachdenken. Podszus\u2019 Anwalt kritisierte, die Kirche betone \u00f6ffentlich Bedauern, verweise im Prozess aber auf Verj\u00e4hrung. Das Verhalten wird als Versuch interpretiert, Anspr\u00fcche \u00fcber die bestehenden freiwilligen Leistungen hinaus grunds\u00e4tzlich abzuwehren.<\/p>\n<p><em>Quelle: regensburg-digital.de 27.04.2026<\/em><\/p>\n<p>Bild: <em>\u00a9<\/em>romaset &#8211; stock.adobe.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Schadensersatzverfahren des ehemaligen Domspatzen Matthias Podszus gegen das Bistum Regensburg ist eine g\u00fctliche Einigung endg\u00fcltig gescheitert. 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