{"id":1881,"date":"2026-05-12T16:06:53","date_gmt":"2026-05-12T14:06:53","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/?p=1881"},"modified":"2026-05-12T16:06:53","modified_gmt":"2026-05-12T14:06:53","slug":"bundesregierung-lehnt-verpflichtende-teilnahme-an-touristischen-schlichtungsverfahren-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/2026\/05\/12\/bundesregierung-lehnt-verpflichtende-teilnahme-an-touristischen-schlichtungsverfahren-ab\/","title":{"rendered":"Bundesregierung lehnt verpflichtende Teilnahme an touristischen Schlichtungsverfahren ab"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung hat am 6. M\u00e4rz 2026 ihre Antwort auf die Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen zu \u201eAu\u00dfergerichtlichen Schlichtungsstellen im Tourismus\u201c vorgelegt (BT\u2011Drucksache 21\/4247). Die Anfrage selbst (BT\u2011Drucksache 21\/3984) wurde am 19. Februar 2026 ver\u00f6ffentlicht und zielte darauf ab, zu kl\u00e4ren, welche Ma\u00dfnahmen die Bundesregierung auf nationaler und europ\u00e4ischer Ebene zur St\u00e4rkung der au\u00dfergerichtlichen Streitbeilegung im Tourismussektor ergreift. Die Bundesregierung betont in ihrer Antwort, es sei \u201egrunds\u00e4tzlich w\u00fcnschenswert\u201c, wenn sich mehr Reiseunternehmen freiwillig an Schlichtungsverfahren beteiligen w\u00fcrden, sehe jedoch keinen Anlass f\u00fcr verpflichtende Vorgaben. Auch auf EU\u2011Ebene enthalte der aktuelle Kompromiss zur Reform der Pauschalreiserichtlinie keine Pflicht zur ADR\u2011Teilnahme; vorgesehen seien lediglich strengere Fristen f\u00fcr die Bearbeitung von Verbraucherbeschwerden (7\u2011Tage\u2011Eingangsbest\u00e4tigung, 60\u2011Tage\u2011Antwortfrist).<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist die politische Einordnung: Trotz der seit 2013 kontinuierlich steigenden Zahl von Schlichtungsverfahren im Bereich der Fluggastrechte sieht die Bundesregierung keinen legislativen Handlungsbedarf, um die Strukturen der au\u00dfergerichtlichen Streitbeilegung im Tourismus auszubauen oder zu st\u00e4rken. Die Antwort verweist auf die bestehende freiwillige Beteiligung der Branche und verzichtet auf eine Bewertung, ob diese aus Verbrauchersicht ausreicht. Die Gr\u00fcnen hatten in ihrer Anfrage ausdr\u00fccklich nach m\u00f6glichen Reformschritten gefragt, um die Effektivit\u00e4t und Verbindlichkeit der ADR\u2011Verfahren zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p><em>Quelle: BT-Drs. 21\/3984 und BR-Drs. 21\/4247<\/em><\/p>\n<p>Bild:\u00a0<em>\u00a9Kyryl Garlov &#8211; stock.adobe.com<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung hat am 6. M\u00e4rz 2026 ihre Antwort auf die Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen zu \u201eAu\u00dfergerichtlichen Schlichtungsstellen im Tourismus\u201c vorgelegt (BT\u2011Drucksache 21\/4247). Die Anfrage selbst (BT\u2011Drucksache 21\/3984) wurde am 19. Februar 2026 ver\u00f6ffentlicht und zielte darauf ab, zu kl\u00e4ren, welche Ma\u00dfnahmen die Bundesregierung auf nationaler und europ\u00e4ischer Ebene zur St\u00e4rkung der au\u00dfergerichtlichen Streitbeilegung im Tourismussektor ergreift. 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