{"id":1887,"date":"2026-05-12T16:03:54","date_gmt":"2026-05-12T14:03:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/?p=1887"},"modified":"2026-05-12T16:03:54","modified_gmt":"2026-05-12T14:03:54","slug":"fairness-bericht-2025-zeigt-steigenden-bedarf-fuer-mediation-und-konstruktive-konfliktloesung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/2026\/05\/12\/fairness-bericht-2025-zeigt-steigenden-bedarf-fuer-mediation-und-konstruktive-konfliktloesung\/","title":{"rendered":"Fairness-Bericht 2025 zeigt steigenden Bedarf f\u00fcr Mediation und konstruktive Konfliktl\u00f6sung"},"content":{"rendered":"<p>Faire Wettbewerbsbedingungen sind die zentrale Grundlage f\u00fcr eine stabile Lebensmittelversorgung. Das Landwirtschaftsministerium in \u00d6sterreich hat deshalb 2022 das weisungsfreie Fairness-B\u00fcro eingerichtet. Seither hat sich das B\u00fcro als Dreh- und Angelpunkt f\u00fcr die Sicherstellung fairer Handelspraktiken entlang der Lebensmittelkette etabliert und ist EU-weit ein Vorzeigemodell. Der Jahresbericht 2025 zeigt, dass rund 500 F\u00e4lle bearbeitet wurden.<\/p>\n<p>Laut Bundesminister Norbert Totschnig hat sich das Fairnessb\u00fcro in den vergangenen vier Jahren zu einem Br\u00fcckenbauer zwischen Produzenten und Handel entwickelt. Es helfe, Konflikte fr\u00fchzeitig zu l\u00f6sen und Strafen zu vermeiden. Das st\u00e4rke Vertrauen und gibt unseren landwirtschaftlichen Betrieben und Lebensmittelproduzenten die n\u00f6tige Planungssicherheit. \u00d6sterreich nutze diese Erfahrungen, um die \u00dcberarbeitung der EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken auf EU-Ebene voranzutreiben.<\/p>\n<p>Besonders in \u00d6sterreich, wo vier Handelsketten fast 95 Prozent des Lebensmittelmarktes kontrollieren, ist Vertrauen entscheidend. Lieferanten k\u00f6nnen im Fairness-B\u00fcro ihre Anliegen ohne Angst vor wirtschaftlichen Nachteilen ansprechen. Als vertrauliche Erstanlaufstelle pr\u00fcft es Hinweise, vermittelt zwischen den Vertragsparteien und gibt \u2013 wenn notwendig \u2013 F\u00e4lle an die Bundeswettbewerbsbeh\u00f6rde weiter. \u00d6sterreich gilt dabei EU-weit als Mustersch\u00fcler und wird von der Kommission f\u00fcr diesen kooperativen Pr\u00e4ventionsansatz gelobt. Daher wurde das Fairness-B\u00fcro Anfang M\u00e4rz von Kommissar Hansen zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen.<\/p>\n<p>Der aktuelle Fairness-Bericht zeigt, dass durch vertrauliche Beratung, Mediation und klare rechtliche Orientierung Konflikte zwischen Lieferanten und Handel in vielen F\u00e4llen fr\u00fchzeitig entsch\u00e4rft werden konnten. Das st\u00e4rkt stabile Gesch\u00e4ftsbeziehungen und sorgt f\u00fcr mehr Fairness entlang der Lebensmittelkette. Im Jahr 2025 wurden 255 Beschwerden sowie 220 weitere Anfragen bearbeitet. Insgesamt waren mehr als 750 Marktteilnehmer unmittelbar oder mittelbar betroffen. In 65 F\u00e4llen wurde durch Mediationsgespr\u00e4che aktiv vermittelt und eine positive L\u00f6sung herbeigef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Der Bericht ist auf der Webseite des Fairness-B\u00fcros (www.fairness-buero.gv.at) abrufbar.<\/p>\n<p><em>Quelle: \u00d6sterreichisches Bundesministerium f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, Pressemitteilung v. 16.3.2026<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Faire Wettbewerbsbedingungen sind die zentrale Grundlage f\u00fcr eine stabile Lebensmittelversorgung. Das Landwirtschaftsministerium in \u00d6sterreich hat deshalb 2022 das weisungsfreie Fairness-B\u00fcro eingerichtet. Seither hat sich das B\u00fcro als Dreh- und Angelpunkt f\u00fcr die Sicherstellung fairer Handelspraktiken entlang der Lebensmittelkette etabliert und ist EU-weit ein Vorzeigemodell. Der Jahresbericht 2025 zeigt, dass rund 500 F\u00e4lle bearbeitet wurden. Laut Bundesminister Norbert Totschnig hat sich das Fairnessb\u00fcro in den vergangenen vier Jahren zu einem Br\u00fcckenbauer zwischen Produzenten und Handel entwickelt. Es helfe, Konflikte fr\u00fchzeitig zu l\u00f6sen und Strafen zu vermeiden. Das st\u00e4rke Vertrauen und gibt unseren landwirtschaftlichen Betrieben und Lebensmittelproduzenten die n\u00f6tige Planungssicherheit. \u00d6sterreich nutze diese Erfahrungen, um die \u00dcberarbeitung der EU-Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken auf EU-Ebene voranzutreiben. Besonders in \u00d6sterreich, wo vier Handelsketten fast 95 Prozent des Lebensmittelmarktes kontrollieren, ist Vertrauen entscheidend. Lieferanten k\u00f6nnen im Fairness-B\u00fcro ihre Anliegen ohne Angst vor wirtschaftlichen Nachteilen ansprechen. Als vertrauliche Erstanlaufstelle pr\u00fcft es Hinweise, vermittelt zwischen den Vertragsparteien und gibt \u2013 wenn notwendig \u2013 F\u00e4lle an die Bundeswettbewerbsbeh\u00f6rde weiter. \u00d6sterreich gilt dabei EU-weit als Mustersch\u00fcler und wird von der Kommission f\u00fcr diesen kooperativen Pr\u00e4ventionsansatz gelobt. Daher wurde das Fairness-B\u00fcro Anfang M\u00e4rz von Kommissar Hansen zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen. 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