{"id":1898,"date":"2026-05-12T16:05:32","date_gmt":"2026-05-12T14:05:32","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/?p=1898"},"modified":"2026-05-12T16:05:32","modified_gmt":"2026-05-12T14:05:32","slug":"beschwerden-ueber-versicherer-erreichen-negativrekord","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/2026\/05\/12\/beschwerden-ueber-versicherer-erreichen-negativrekord\/","title":{"rendered":"Beschwerden \u00fcber Versicherer erreichen Negativrekord"},"content":{"rendered":"<p>Die Schlichtungsstelle der Versicherungswirtschaft st\u00f6\u00dft allm\u00e4hlich an ihre Kapazit\u00e4tsgrenzen. Mit 28.904 Eing\u00e4ngen verzeichnete der Versicherungsombudsmann im Jahr 2025 so viele Beschwerden wie nie zuvor. Das geht aus dem am 27.4.2026 vorgestellten Jahresbericht hervor. Die Zahl der zul\u00e4ssigen Antr\u00e4ge stieg im Vorjahresvergleich um 28,1 Prozent auf 20.064 F\u00e4lle. Zul\u00e4ssig ist eine Beschwerde dann, wenn die formalen Voraussetzungen erf\u00fcllt sind \u2013 und es dabei beispielsweise um eine Meinungsverschiedenheit bei einem konkreten Versicherungsvertrag geht. Die Zahl der Beschwerden stieg laut Versicherungsombudsmann in allen Sparten. Am h\u00e4ufigsten stritten Verbraucher mit Versicherern \u00fcber Kfz-Policen. Danach folgte die Rechtsschutzversicherung. \u201eImmer mehr Verbraucher suchen eine schnelle, verst\u00e4ndliche und kostenfreie Kl\u00e4rung ihrer Anliegen\u201c, sagte Ombudsfrau Sibylle Kessal-Wulf.<\/p>\n<p>Der starke Anstieg der Beschwerden verl\u00e4ngert die Bearbeitung. Zwar dauerten die Verfahren 2025 im Schnitt 77,6 Tage und blieben damit insgesamt noch unter der gesetzlich vorgesehenen Frist von 90 Tagen. Bei komplexeren, zul\u00e4ssigen Verfahren wurde diese mit durchschnittlich 105,3 Tagen jedoch \u00fcberschritten. Kessal-Wulf verwies auf wachsende Anforderungen. Sie mahnte alle Beteiligten zu z\u00fcgiger Mitarbeit. Ein zentrales Thema sei die Kommunikation zwischen Versicherern und Versicherten. Verz\u00f6gerte oder unvollst\u00e4ndige Stellungnahmen f\u00fchrten h\u00e4ufig zu l\u00e4ngeren Verfahren und zus\u00e4tzlichen Beschwerden. Trotz mehr Beschwerden bleibt die Erfolgsquote stabil. Bei rund jeder zweiten Beschwerde konnte die Schlichtungsstelle eine f\u00fcr Verbraucher g\u00fcnstige L\u00f6sung erzielen. Lebensversicherungen sind dabei nicht eingerechnet.<\/p>\n<p>Versicherte k\u00f6nnen sich auch bei der Finanzaufsicht Bafin beschweren, wenn sie mit ihrem Anbieter unzufrieden sind. Die Beh\u00f6rde kann betroffene Gesellschaften oder die ganze Branche auffordern, Missst\u00e4nde zu beseitigen. Anders als eine Schlichtungsstelle wie der Versicherungsombudsmann setzt die Aufsicht aber keine individuellen Anspr\u00fcche f\u00fcr Verbraucher durch. Auch bei der Bafin stieg die Zahl der Beschwerden \u00fcber Versicherer 2025 stark \u2013 von 8.806 auf 14.285 F\u00e4lle. Dabei sei es in erster Linie um die Schadensbearbeitung gegangen, sagte Bafin-Verbraucherschutzbeauftragter Christian Bock vor Kurzem. Im Fokus standen demnach die Bearbeitungsdauer und die H\u00f6he der Versicherungsleistung.<\/p>\n<p>Die Bafin kritisiert die verz\u00f6gerte Bearbeitung von Schadenf\u00e4llen schon l\u00e4nger. Sie hatte die Branche bereits im April 2025 ermahnt, Leistungsantr\u00e4ge innerhalb eines Monats zu bearbeiten. Der Anstieg der Beschwerden im vergangenen Jahr sei aber vor allem auf einen Einzelfall zur\u00fcckzuf\u00fchren, sagte Bock. Um welchen Versicherer es sich dabei handelt, d\u00fcrfte sich zeigen, sobald die Bafin ihre detaillierte Beschwerdestatistik ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><em>Quelle: handelsblatt.com v. 28.4.2026<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schlichtungsstelle der Versicherungswirtschaft st\u00f6\u00dft allm\u00e4hlich an ihre Kapazit\u00e4tsgrenzen. Mit 28.904 Eing\u00e4ngen verzeichnete der Versicherungsombudsmann im Jahr 2025 so viele Beschwerden wie nie zuvor. Das geht aus dem am 27.4.2026 vorgestellten Jahresbericht hervor. Die Zahl der zul\u00e4ssigen Antr\u00e4ge stieg im Vorjahresvergleich um 28,1 Prozent auf 20.064 F\u00e4lle. Zul\u00e4ssig ist eine Beschwerde dann, wenn die formalen Voraussetzungen erf\u00fcllt sind \u2013 und es dabei beispielsweise um eine Meinungsverschiedenheit bei einem konkreten Versicherungsvertrag geht. Die Zahl der Beschwerden stieg laut Versicherungsombudsmann in allen Sparten. Am h\u00e4ufigsten stritten Verbraucher mit Versicherern \u00fcber Kfz-Policen. Danach folgte die Rechtsschutzversicherung. \u201eImmer mehr Verbraucher suchen eine schnelle, verst\u00e4ndliche und kostenfreie Kl\u00e4rung ihrer Anliegen\u201c, sagte Ombudsfrau Sibylle Kessal-Wulf. Der starke Anstieg der Beschwerden verl\u00e4ngert die Bearbeitung. Zwar dauerten die Verfahren 2025 im Schnitt 77,6 Tage und blieben damit insgesamt noch unter der gesetzlich vorgesehenen Frist von 90 Tagen. Bei komplexeren, zul\u00e4ssigen Verfahren wurde diese mit durchschnittlich 105,3 Tagen jedoch \u00fcberschritten. Kessal-Wulf verwies auf wachsende Anforderungen. Sie mahnte alle Beteiligten zu z\u00fcgiger Mitarbeit. Ein zentrales Thema sei die Kommunikation zwischen Versicherern und Versicherten. Verz\u00f6gerte oder unvollst\u00e4ndige Stellungnahmen f\u00fchrten h\u00e4ufig zu l\u00e4ngeren Verfahren und zus\u00e4tzlichen Beschwerden. Trotz mehr Beschwerden bleibt die Erfolgsquote stabil. 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