{"id":365,"date":"2022-03-05T13:41:50","date_gmt":"2022-03-05T12:41:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/?p=365"},"modified":"2022-05-07T16:04:47","modified_gmt":"2022-05-07T14:04:47","slug":"krieg-in-der-ukraine-der-blick-hinter-die-roten-linien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/2022\/03\/05\/krieg-in-der-ukraine-der-blick-hinter-die-roten-linien\/","title":{"rendered":"Krieg in der Ukraine: Der Blick hinter die roten Linien"},"content":{"rendered":"<p>Das Thema des j\u00fcngsten Research-Factory-Vortrages vom Viadrina Center B\/ORDERS IN MOTION konnte aktueller nicht sein: Dr. Anne Isabel Holper, Co-Leiterin des Center for Peace Mediation an der Viadrina, erl\u00e4uterte am Beispiel des aktuellen Ukraine-Konfliktes zwischen Russland und der deutschen Bundesregierung, wie sich das Aussprechen \u201eroter Linien\u201c auf politische Verhandlungsprozesse auswirkt.<\/p>\n<p>Die ,rote Linie\u2018 diktiert laut Holper ein Gespr\u00e4chsverbot. Sie stelle eine Norm auf, die nicht mehr verhandelbar ist. Friedensvermittler m\u00fcssten nun innerhalb dieser gesteckten Tabu-Zone zwischen der Wahrung der \u201eroten Linie\u201c und der dahinterstehenden Interessen, der Auslotung m\u00f6glicher weiterer Verhandlungsoptionen und der Einhaltung der eigenen roten Linien agieren, ohne Eskalationen zu provozieren.<\/p>\n<p>Als m\u00f6gliche Entschl\u00fcsselungsstrategien kommen, wie Holper anschaulich auch anhand des Ukraine-Beispiels aufzeigte, drei Varianten in Frage: Erstens der Umweg, der eine genauere Definition der \u201eroten Linie\u201c bringen k\u00f6nnte: Auf welchen anderen Schaupl\u00e4tzen k\u00f6nnen die Akteure \u00fcber Einflusssph\u00e4ren sprechen? Zweitens die Ausnahme, die Kriterien der Interessen verdeutlichen k\u00f6nnte: Welche Zusicherungen k\u00f6nnen gemacht werden, ohne die eigene Linie zu verlassen? Und drittens das Verschieben, das eine Pr\u00e4zisierung der zu sch\u00fctzenden Interessen erzielen k\u00f6nnte: Welche Sicherheiten w\u00fcrden konkret welche Freiheiten erm\u00f6glichen?<\/p>\n<p><em>Quelle: www.europa-uni.de v. 24.1.2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Thema des j\u00fcngsten Research-Factory-Vortrages vom Viadrina Center B\/ORDERS IN MOTION konnte aktueller nicht sein: Dr. Anne Isabel Holper, Co-Leiterin des Center for Peace Mediation an der Viadrina, erl\u00e4uterte am Beispiel des aktuellen Ukraine-Konfliktes zwischen Russland und der deutschen Bundesregierung, wie sich das Aussprechen \u201eroter Linien\u201c auf politische Verhandlungsprozesse auswirkt. Die ,rote Linie\u2018 diktiert laut Holper ein Gespr\u00e4chsverbot. Sie stelle eine Norm auf, die nicht mehr verhandelbar ist. Friedensvermittler m\u00fcssten nun innerhalb dieser gesteckten Tabu-Zone zwischen der Wahrung der \u201eroten Linie\u201c und der dahinterstehenden Interessen, der Auslotung m\u00f6glicher weiterer Verhandlungsoptionen und der Einhaltung der eigenen roten Linien agieren, ohne Eskalationen zu provozieren. Als m\u00f6gliche Entschl\u00fcsselungsstrategien kommen, wie Holper anschaulich auch anhand des Ukraine-Beispiels aufzeigte, drei Varianten in Frage: Erstens der Umweg, der eine genauere Definition der \u201eroten Linie\u201c bringen k\u00f6nnte: Auf welchen anderen Schaupl\u00e4tzen k\u00f6nnen die Akteure \u00fcber Einflusssph\u00e4ren sprechen? Zweitens die Ausnahme, die Kriterien der Interessen verdeutlichen k\u00f6nnte: Welche Zusicherungen k\u00f6nnen gemacht werden, ohne die eigene Linie zu verlassen? Und drittens das Verschieben, das eine Pr\u00e4zisierung der zu sch\u00fctzenden Interessen erzielen k\u00f6nnte: Welche Sicherheiten w\u00fcrden konkret welche Freiheiten erm\u00f6glichen? 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