{"id":374,"date":"2022-03-05T13:58:56","date_gmt":"2022-03-05T12:58:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/?p=374"},"modified":"2022-05-07T16:03:09","modified_gmt":"2022-05-07T14:03:09","slug":"deutsche-entwickeln-gerichtsmuedigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/2022\/03\/05\/deutsche-entwickeln-gerichtsmuedigkeit\/","title":{"rendered":"Deutsche entwickeln Gerichtsm\u00fcdigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Die Bereitschaft der Bundesb\u00fcrger:innen, einen Rechtsstreit vor Gericht auszutragen, nimmt seit 2015 kontinuierlich ab. Das geht aus dem j\u00fcngsten Rechtsreport der Roland Rechtsschutzversicherung hervor. So geben 24 Prozent an, in den vergangenen zehn Jahren einmal oder mehrmals an einem Gerichtsprozess beteiligt gewesen zu sein \u2013 sei es als Beklagter, Kl\u00e4ger oder Zeuge. \u00dcberdurchschnittlich hoch ist dieser Anteil bei den 30 bis 59-J\u00e4hrigen und bei den Personen mit einer Rechtsschutzversicherung. Zudem zeigt die Studie, dass die Deutschen durchschnittlich ab einem Streitwert von knapp 3.700 Euro vor Gericht ziehen w\u00fcrden. Dieser Wert ist im Vergleich zu vergangenen Studien gestiegen \u2013 2015 waren es noch 1.950 Euro. Warum das so ist- dar\u00fcber schweigt sich die Studie aus. Nach Ansicht von Prof. Dr. G\u00fcnter Hirsch, Mitglied des Rechtspolitischen Beirats von ROLAND Rechtsschutz, w\u00e4re dies \u201eeiner genaueren Analyse wert. Soweit dieser Zur\u00fcckhaltung, den Rechtsweg zu den Gerichten zu beschreiten, eine Art \u201eGerichtsphobie\u201c zugrunde liegt, w\u00e4re dies eine bedenkliche Entwicklung.\u201c Der durch die Studie belegte kontinuierliche R\u00fcckzug der Menschen aus dem Zivilprozess korrespondiert mit Zahlen des Statistischen Bundesamts zur Rechtspflege, wonach seit zirka 10 Jahren die Eingangszahlen bei den deutschen Amts- und Langerichten deutlich zur\u00fcckgehen. Eine gewisse Trendumkehr hat sich allein durch Massenverfahren von geprellten Dieselkunden im VW-Abgasskandal eingestellt.<\/p>\n<p><em>Quelle: Roland Rechtsreport 2022, Januar 2022<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bereitschaft der Bundesb\u00fcrger:innen, einen Rechtsstreit vor Gericht auszutragen, nimmt seit 2015 kontinuierlich ab. Das geht aus dem j\u00fcngsten Rechtsreport der Roland Rechtsschutzversicherung hervor. So geben 24 Prozent an, in den vergangenen zehn Jahren einmal oder mehrmals an einem Gerichtsprozess beteiligt gewesen zu sein \u2013 sei es als Beklagter, Kl\u00e4ger oder Zeuge. \u00dcberdurchschnittlich hoch ist dieser Anteil bei den 30 bis 59-J\u00e4hrigen und bei den Personen mit einer Rechtsschutzversicherung. Zudem zeigt die Studie, dass die Deutschen durchschnittlich ab einem Streitwert von knapp 3.700 Euro vor Gericht ziehen w\u00fcrden. Dieser Wert ist im Vergleich zu vergangenen Studien gestiegen \u2013 2015 waren es noch 1.950 Euro. Warum das so ist- dar\u00fcber schweigt sich die Studie aus. Nach Ansicht von Prof. Dr. G\u00fcnter Hirsch, Mitglied des Rechtspolitischen Beirats von ROLAND Rechtsschutz, w\u00e4re dies \u201eeiner genaueren Analyse wert. 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