{"id":814,"date":"2023-03-14T21:29:28","date_gmt":"2023-03-14T20:29:28","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/?p=814"},"modified":"2023-03-14T21:29:28","modified_gmt":"2023-03-14T20:29:28","slug":"soep-legt-jahresbericht-zu-reiseschlichtungen-vor-klageindustrie-missbraucht-schlichtungsstelle-fuer-kostenlose-rechtseinschaetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/2023\/03\/14\/soep-legt-jahresbericht-zu-reiseschlichtungen-vor-klageindustrie-missbraucht-schlichtungsstelle-fuer-kostenlose-rechtseinschaetzung\/","title":{"rendered":"s\u00f6p legt Jahresbericht zu Reiseschlichtungen vor: Klageindustrie missbraucht Schlichtungsstelle f\u00fcr kostenlose Rechtseinsch\u00e4tzung"},"content":{"rendered":"<p>Bei der Schlichtungsstelle f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Personenverkehr (s\u00f6p) gingen 2022 30.307 Antr\u00e4ge von Reisenden ein, die um eine au\u00dfergerichtliche Beilegung einer Streitigkeit zwischen ihnen und einem Verkehrs- bzw. Reiseunternehmen baten \u2013 ein massiver Anstieg gegen\u00fcber dem Vorjahr, das durch einen markant niedrigen Falleingang charakterisiert war. Das stark volatile Antragsaufkommen der Jahre 2020-2022 ist eine unmittelbare Folge der Corona-Pandemie f\u00fcr den Bereich Verkehr\/Reisen.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Jahr 2023 geht die s\u00f6p davon aus, dass wieder ann\u00e4hernd so viele neue Schlichtungsantr\u00e4ge eingehen k\u00f6nnten wie im \u201eVor-Corona-Jahr\u201c 2019 \u2013 wobei naturgem\u00e4\u00df nicht sicher prognostiziert werden kann, welchen konkreten Einfluss Faktoren wie Inflation, Krieg, potentielle neue Virus-Varianten etc. im Jahresverlauf 2023 auf das faktische Reisegeschehen und damit auf die Entwicklung bei den Schlichtungsantr\u00e4gen haben werden.<\/p>\n<p>Trotz schwieriger Rahmenbedingungen (u.a. gepr\u00e4gt von komplexen Fallkonstellationen sowie von z.T. noch durch die Pandemie-Folgen belasteten VerbraucherInnen einerseits und unter personellen Engp\u00e4ssen leidenden Unternehmen andererseits) konnte 2022 erneut eine sehr hohe Einigungsquote von \u00fcber 85 % erreicht werden. Der Zeitraum zwischen Eingang der vollst\u00e4ndigen Beschwerdeakte und der \u00dcbermittlung des Schlichtungsvorschlags betrug durchschnittlich 67 Tage. Nicht zuletzt durch die M\u00f6glichkeit des \u201esofortigen Anerkenntnisses\u201c konnten auch 2022 viele Verfahren innerhalb weniger Wochen, oft sogar innerhalb weniger Tage erfolgreich abgeschlossen werden. Insgesamt konnten im Berichtsjahr rund 40 % aller s\u00f6p-Schlichtungsverfahren als \u201esofortige Anerkenntnisse\u201c abgeschlossen werden, im Segment Flug betr\u00e4gt der Anteil an \u201esofortigen Anerkenntnissen\u201c sogar 47 % (2021: 42 %).<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus berichtet die s\u00f6p auch \u00fcber unseri\u00f6se Gesch\u00e4ftspraktiken kommerzieller Fluggasthelfer, die mitunter sehr aggressiv um die Durchsetzung von Entsch\u00e4digungen nach der europ\u00e4ischen Fluggastrechte-Verordnung werben, dann jedoch gegen meist hohe Provision nur die einfachen bzw. eindeutigen F\u00e4lle bearbeiten. F\u00fcr komplexe bzw. unsichere Anspr\u00fcche stellen sie einen Schlichtungsantrag bei der s\u00f6p, um von dieser eine kostenlose Rechtseinsch\u00e4tzung zu erhalten. Dadurch sieht sich die s\u00f6p nach eigenen Worten als \u201eHandlangerin einer Beschwerde-Industrie\u201c instrumentalisiert. Die s\u00f6p hat deshalb ihre Verfahrensordnung reagiert und l\u00e4sst k\u00fcnftig eine Vertretung nur noch im gesetzlichen und \u201emit dem Wesen der Verbraucherschlichtung zu vereinbarenden Rahmen\u201c zu.<\/p>\n<p><em>Quelle: s\u00f6p T\u00e4tigkeitsbericht 2022 (Kurzlink: https:\/\/ottosc.hm\/4XG18)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Schlichtungsstelle f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Personenverkehr (s\u00f6p) gingen 2022 30.307 Antr\u00e4ge von Reisenden ein, die um eine au\u00dfergerichtliche Beilegung einer Streitigkeit zwischen ihnen und einem Verkehrs- bzw. 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