{"id":928,"date":"2023-07-14T12:19:37","date_gmt":"2023-07-14T10:19:37","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/?p=928"},"modified":"2023-07-14T12:19:37","modified_gmt":"2023-07-14T10:19:37","slug":"jura-professor-ueber-chatgpt-faszinierend-aber-auch-erschreckend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.otto-schmidt.de\/zkm-report\/2023\/07\/14\/jura-professor-ueber-chatgpt-faszinierend-aber-auch-erschreckend\/","title":{"rendered":"Jura-Professor \u00fcber ChatGPT: Faszinierend, aber auch erschreckend"},"content":{"rendered":"<p>Der Frankfurter Juraprofessor Christoph Burchard hat sich einen Fachartikel zum Teil von ChatGPT schreiben lassen. Heraus kam die Definition eines neuen Forschungsfeldes namens Critical Computational Studies, f\u00fcr das die Goethe-Universit\u00e4t nun ein eigenes Zentrum einrichtet.<\/p>\n<p>Der Aufsatz besch\u00e4ftigte sich mit der Frage, wie der Einsatz von Chatbots wie ChatGPT das Recht und die Rechtspflege ver\u00e4ndern k\u00f6nnte. Ein Gro\u00dfteil wurde von ChatGPT erzeugt. Burchard hat das Programm zwei Personen erfinden lassen, von denen die eine f\u00fcr den Einsatz von Chatbots argumentiert, die andere dagegen. So ist eine Art Streitgespr\u00e4ch entstanden. Es bildet den ersten Teil des Aufsatzes. Im zweiten Teil reflektiert der Professor dann selbst \u00fcber das, was ChatGPT geschrieben hat.<\/p>\n<p>Gedauert habe das etwa vier bis f\u00fcnf Stunden. Wenn man tief im Thema eingearbeitet sei, h\u00e4tte man das ungef\u00e4hr in der gleichen Zeit hinbekommen. Wenn man sich erst einlesen m\u00fcsste, w\u00fcrde es deutlich l\u00e4nger brauchen. Mittlerweile sei er daf\u00fcr sensibilisiert, Unterschiede zu erkennen. Wenn er aber nicht genau hinschauen w\u00fcrde, k\u00f6nnte er vermutlich auch darauf reinfallen, gestand der Jura-Professor im Interview mit der FAZ.<\/p>\n<p>Es sei einerseits faszinierend, andererseits be\u00e4ngstigend, dass etwas generiert werden k\u00f6nne, was durchaus brauchbar ist. N\u00e4mlich die Definition eines neuen Forschungsfeldes, die als Ausgangspunkt taugt, an der man weiterarbeiten kann. Und wie hat ChatGPT Critical Computational Studies definiert? Als kritisch im Sinne eines reflektierten Blicks auf den Umgang mit Algorithmen und Datenverarbeitung sowie die sich ergebenden Konsequenzen f\u00fcr Politik, Recht und Gesellschaft, aber eben auch f\u00fcr die Wissenschaft selbst. Die Frage ist dann, wie diese Felder durch \u201edas Computationale\u201c gestaltet werden, wie wir Letzteres aber zugleich gestalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Und die Goethe-Uni richtet nun tats\u00e4chlich ein Center for Critical Computational Studies ein. Christoph Burchard wird als Gr\u00fcndungssprecher mit einem interdisziplin\u00e4ren Team von Kolleginnen und Kollegen den Aufbau dieses Zentrums in den n\u00e4chsten Jahren verantworten.<\/p>\n<p><em>Quelle: FAZ v. 4.4.2023<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Frankfurter Juraprofessor Christoph Burchard hat sich einen Fachartikel zum Teil von ChatGPT schreiben lassen. Heraus kam die Definition eines neuen Forschungsfeldes namens Critical Computational Studies, f\u00fcr das die Goethe-Universit\u00e4t nun ein eigenes Zentrum einrichtet. Der Aufsatz besch\u00e4ftigte sich mit der Frage, wie der Einsatz von Chatbots wie ChatGPT das Recht und die Rechtspflege ver\u00e4ndern k\u00f6nnte. Ein Gro\u00dfteil wurde von ChatGPT erzeugt. Burchard hat das Programm zwei Personen erfinden lassen, von denen die eine f\u00fcr den Einsatz von Chatbots argumentiert, die andere dagegen. So ist eine Art Streitgespr\u00e4ch entstanden. Es bildet den ersten Teil des Aufsatzes. Im zweiten Teil reflektiert der Professor dann selbst \u00fcber das, was ChatGPT geschrieben hat. Gedauert habe das etwa vier bis f\u00fcnf Stunden. Wenn man tief im Thema eingearbeitet sei, h\u00e4tte man das ungef\u00e4hr in der gleichen Zeit hinbekommen. Wenn man sich erst einlesen m\u00fcsste, w\u00fcrde es deutlich l\u00e4nger brauchen. Mittlerweile sei er daf\u00fcr sensibilisiert, Unterschiede zu erkennen. Wenn er aber nicht genau hinschauen w\u00fcrde, k\u00f6nnte er vermutlich auch darauf reinfallen, gestand der Jura-Professor im Interview mit der FAZ. Es sei einerseits faszinierend, andererseits be\u00e4ngstigend, dass etwas generiert werden k\u00f6nne, was durchaus brauchbar ist. 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