Die Pilotengewerkschaft Cockpit wirft der Lufthansa vor, eine 2017 zugesicherte Mindestflotte von 325 Flugzeugen nicht einzuhalten. Nach gescheiterten Einigungsversuchen bereitet die Gewerkschaft nun ein Schiedsverfahren vor. Im Erfolgsfall droht dem Konzern eine Strafzahlung in Millionenhöhe. Die Lufthansa löse ihre Zusagen zu einer garantierten Flottenuntergrenze von 325 Flugzeugen nicht ein, teilte die Vereinigung Cockpit mit. Deswegen ziehe die VC nun Konsequenzen.
Die Lufthansa erklärte dazu auf Anfrage von airliners.de, das Unternehmen erfülle die Verpflichtungen aus der Perspektivvereinbarung, teilweise würden die Verpflichtungen sogar übererfüllt. Im Falle von Meinungsverschiedenheiten sehe die Perspektivvereinbarung ein Schiedsverfahren als vertraulichen Rahmen für eine Konfliktlösung vor, erklärte das Unternehmen.
Die VC befindet sich außerdem in einem offenen Tarifkonflikt um die Betriebsrenten der rund 4.800 Piloten der Lufthansa Kerngesellschaft und der Lufthansa Cargo. Ende September 2025 hatten sich die VC-Mitglieder in einer Urabstimmung mit einer Mehrheit die Streikfähigkeit hergestellt. Trotz einer gültigen Urabstimmung ruft die VC ihre Mitglieder weiterhin nicht zu einem Arbeitskampf auf. Bei der Fluggesellschaft Lufthansa müssen die Passagiere laut airliner.de damit weiterhin nicht mit aktuellen Pilotenstreiks rechnen.
Quelle: airliners.de v. 19.12.2025
Bild: shutterstock.com / Karolis Kavolelis

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