Der monatelange Konflikt zwischen dem FC Basel und der Stadiongenossenschaft St. Jakob-Park ist im Rahmen einer Mediation beigelegt worden. Seit Juni 2024 hatte der FCB keine Miete mehr gezahlt und damit Außenstände in Millionenhöhe verursacht. Beide Seiten warfen einander über Jahre nicht erfüllte Verpflichtungen vor, eine Annäherung blieb lange aus.
Wie der Verein nun mitteilt, konnten die Differenzen in einem strukturierten Mediationsverfahren geklärt werden. Zunächst fanden Einzelgespräche mit dem Mediator statt, bevor in zwei gemeinsamen Sitzungen die zentralen Streitpunkte identifiziert und Lösungsoptionen entwickelt wurden. Ergebnis war eine gütliche Einigung, auf deren Grundlage der FCB sämtliche ausstehenden Zahlungen gemäß den vertraglichen Verpflichtungen vollständig überwiesen hat.
Die Genossenschaft hatte im Juni 2025 Außenstände von rund 3,6 Millionen Franken gemeldet, darunter Miete und Nebenkosten in siebenstelliger Höhe. Durch die nun erfolgte Zahlung ist auch die drohende Überschuldung der Genossenschaft abgewendet, die laut Geschäftsbericht 2024 nur knapp vermieden werden konnte.
Ein weiterer Konfliktpunkt betraf Investitionen in das Stadion: Während der FCB seit 2023 Modernisierungen im Innenbereich vorgenommen hatte, kritisierte der Klub fehlende Investitionen der Genossenschaft in den vergangenen Jahrzehnten. Auch hierzu wurde im Mediationsverfahren eine Verständigung erzielt.
Beide Parteien kündigen an, künftig transparenter zu kommunizieren und anstehende Themen gemeinsam mit Politik und Wirtschaft anzugehen. Dazu gehört insbesondere die bereits 2022 vorgestellte, aber bislang stockende Erneuerung des St. Jakob-Parks.
Für Mediatorinnen und Mediatoren zeigt der Fall exemplarisch, wie ein strukturiertes Verfahren selbst in hochverfestigten wirtschaftlichen Konflikten zwischen institutionellen Akteuren zu tragfähigen Lösungen führen kann.
Quelle: bzbasel.ch vom 8.12.2026
Bild: shutterstock.com / Michael Derrer Fuchs

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