Die teilverstaatlichte Meyer Werft in Papenburg hat einen neuen Milliardenauftrag an Land gezogen. Im Dezember 2025 wurde eine Absichtserklärung über den Bau von vier großen Kreuzfahrtschiffen unterzeichnet. Der Bauzeitraum erstrecke sich bis etwa 2036. Doch der neue Auftrag fällt in eine Zeit heftiger interner Spannungen. Laut Spiegel-Bericht soll die Eigentümerfamilie Meyer im Oktober in einem Brandbrief an den Bund und das Land Niedersachsen schwere Vorwürfe gegen das aktuelle Management erhoben haben.
In dem Schreiben habe die Familie eine fehlende strategische Ausrichtung, unnötige juristische Auseinandersetzungen und die Gefahr, die Werft könne „weiter ins Abseits geraten“ beklagt, schreibt das Magazin. Gleichzeitig bot sie Zusammenarbeit an und forderte, ihre Erfahrung und Netzwerke wieder stärker einzubringen. Um den seit Monaten schwelenden Konflikt zu entschärfen, könnte nun Altbundespräsident Christian Wulff vermitteln.
Der wird laut Spiegel-Bericht in Regierungs- und Werftkreisen als Moderator eines vertraulichen Gesprächsformats genannt. Ziel sei es, das Vertrauen zwischen Staat, Management und der Familie Meyer wiederherzustellen - auch mit Blick auf eine mögliche Reprivatisierung der Werft. Der Bund und das Land Niedersachsen halten seit 2024 mehr als 80 Prozent der Anteile an dem Traditionsunternehmen.
Quelle: regionalheute.de v. 12.12.2025
Bild: shutterstock.com / MartinLueke

Der Beitrag kann nicht kommentiert werden.