In Berlin hat die internationale Initiative „After War Mediation (AWM)“ ihre Arbeit aufgenommen. Die von Integrierte Mediation e.V., der League of Mediation of Ukraine (LiMU) und den Förderern der Familienmediation i.S.d. BAFM e.V. organisierte Auftaktkonferenz eröffnete einen neuen Fachdiskurs über Mediation in Kriegs- und Nachkriegskontexten. Fachbeiträge aus Deutschland und der Ukraine zeigten, dass Mediation auch unter Kriegsbedingungen möglich bleibt, jedoch spezialisierte Kompetenzen, traumasensible Methoden und multidisziplinäre Teams erfordert. Die ukrainische Delegation berichtete von mehr als 450 begleiteten Familienfällen seit 2022. Ergänzend fand im April eine Fortbildung für ukrainische Mediatorinnen und Mediatoren in Berlin statt, die den fachlichen Austausch weiter vertieft hat.
Internationale Fallstudien aus Aserbaidschan, Kosovo, Ukraine und Usbekistan verdeutlichten die enge Verbindung zwischen Mediation, internationaler Zusammenarbeit und rechtlichen Reformprozessen. Die langjährige Kooperation zwischen Integrierte Mediation e.V. und ukrainischen Partnern bildet dabei ein wesentliches Fundament. Auf Basis der Konferenzergebnisse soll ein Projektkonzept für nationale und internationale Fördermittel entwickelt werden. Der mehrjährige Entwicklungsprozess umfasst den Aufbau eines internationalen Netzwerks, die Definition von Qualifikationsstandards und die Erprobung neuer Modelle der After-War-Mediation.
Quelle: Gem. PE Integrierte Mediation e.V./BAFM-Förderverein v. 24.4.2026
Bild: Mathias Reding / Pexels

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