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Jul 14

Tuplita.ai: KI-gestützte Konfliktbearbeitung in der Testphase

  • 14. Juli 2026
  • Ausgabe 4/2026

In Hannoversche Münden entsteht mit Tuplita.ai eine Plattform, die Konflikte per KI-Chat strukturiert begleiten soll. Die Anwendung wurde 2025 gegründet und verbindet Mediationspraxis und Softwareentwicklung. Sie befindet sich derzeit in einer Testphase und wird über das Gründungsstipendium Niedersachsen gefördert.

Zum Start konzentriert sich die Plattform auf textbasierte Simulationen, die für Training, Reflexion und Fortbildung genutzt werden können. Fachleute können klassische Übungsfälle verwenden oder eigene Fälle erstellen; die KI reagiert dabei dynamisch als Konfliktpartei auf Interventionen. Sie Simulationen sollen typische Konfliktdynamiken abbilden, einschließlich zurückgehaltener Informationen und begrenzter Kooperationsbereitschaft, um realistische Gesprächssituationen zu erzeugen.

Die Plattform wir im engen Dialog mit Mediatorinnen, Coaches und Fachkräften der Konfliktarbeit entwickelt. Der Zugang wird schrittweise für diese Berufsgruppen geöffnet; perspektivisch soll auch ein niedrigschwelliger Einstieg für Menschen in Konfliktsituationen möglich sein.

Die Gründerinnen betonen, dass die KI keine Mediation im rechtlichen Sinne durchführen kann und die Plattform sich an den Grundprinzipien des Mediationsgesetzes orientiert. Die Datenverarbeitung erfolgt auf Servern in Europa und Deutschland und unterliegt den DSGVO-Vorgaben; Datenschutz wird als Architekturprinzip beschrieben.

Die öffentliche Einführung ist für Ende dieses Jahres vorgesehen. Für die spätere Nutzung ist ein Abo-Modell geplant, das sich an Fachleute sowie Organisationen richtet; weitere Werkzeuge für Vorbereitung, Fallanalyse und strukturierte Reflexion sind in Entwicklung.

Quelle: hna.de v. 18.06.2026

Bild: © stock.adobe.com

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Redaktion ZKM

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