zkm-report
  • Beiträge
  • Veranstaltungen
zkm-report
  • Beiträge
  • Veranstaltungen
Jul 11

Bei Wissenschaftsfälschungen prüft Ombudsmann für Verdachtsfälle wissenschaftlichen Fehlverhaltens

  • 11. Juli 2024
  • Ausgabe 4/2024

In der Wissenschaft tauchen immer wieder Fälle auf, in denen möglicherweise gegen allgemeine Standards guter wissenschaftlicher Praxis verstoßen worden ist. Um solche Verdachtsfälle wissenschaftlichen Fehlverhaltens in einer vertraulichen Weise klären zu können, ohne die Reputation der Beteiligten, der Anzeige Erstattenden, des Beschuldigten voreilig zu ramponieren, hat man auf Initiative der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an den Hochschulen und sonstigen Forschungseinrichtungen sogenannte Ombudsverfahren eingeführt. Ein Ombudsmann für Verdachtsfälle wissenschaftlichen Fehlverhaltens berät zum einen positiv, wenn es um Fragen des wissenschaftlich korrekten Verhaltens geht. Zum andern nimmt er sich der sogenannten Verdachtsfälle an, etwa wenn Daten gefälscht wurden, plagiiert wurde, primäre Daten nicht archiviert und der Überprüfung entzogen worden sind, wenn Autorenrechte durch Verwendung fremder Forschungsdaten verletzt wurden. Das sieht sich dann etwa der Wissenschaftsrechtler Klaus F. Gärditz an. Er ist Professor für Öffentliches Recht in Bonn, und dort auch Ombudsmann für Verdachtsfälle wissenschaftlichen Fehlverhaltens. Wenn sich der Verdacht nicht erhärtet, sondern widerlegen lässt, wird das Verfahren eingestellt, und die Beteiligten werden informiert. Und es bleibt eine interne Sache, von der idealerweise nichts an die Öffentlichkeit gelangt. Wie die Verfahren weiterlaufen, wenn sich ein Verdacht erhärtet und wo genau Reformbedarf besteht, erklärt Gärditz im Interview mit der FAZ.

Quelle: www.faz.net v. 5.6.2024

Bild: shutterstock.com

  • Twitter
  • LinkedIn
  • E-Mail
Redaktion ZKM

Über den Autor

Verwandte Beiträge

Der Beitrag kann nicht kommentiert werden.

Letzte Beiträge

  • Neue Ombudsstelle eingerichtet: Entschädigungsregelung für Missbrauchsbetroffene in Spanien in Kraft
  • Bistum Regensburg verweigert außergerichtliche Einigung im Missbrauchsfall Podszus
  • KI-Mediation wird an Hochschulen in den USA erforscht
  • Bundesregierung lehnt verpflichtende Teilnahme an touristischen Schlichtungsverfahren ab
  • Commercial Courts sind den Qualitätsnachweis noch schuldig
  • Beschwerden über Versicherer erreichen Negativrekord
  • Interview mit Heiko Haller: Steht die internationale Schiedsgerichtsbarkeit vor einem Wendepunkt?
  • Fairness-Bericht 2025 zeigt steigenden Bedarf für Mediation und konstruktive Konfliktlösung
  • Nachtmediatoren in Freiburg bekommen für den Sommer Verstärkung
  • ADR-Literatur
© Verlag Dr. Otto Schmidt, Köln | Impressum | Datenschutz | Verträge hier kündigen